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Altkönig-Sportplatz

Showdown in der Vorstadt

Befürworter und Gegner streiten in Oberursel um den Verkauf des Altkönig-Sportplatzes - und kommen sich dabei zumindest räumlich sehr nahe.

Von Anton J. Seib

Drei Stunden standen sich am Samstagvormittag die Kontrahenten Auge in Auge gegenüber. Hier die Bürgerinitiative, die gegen den Verkauf des Altkönig-Sportplatzes kämpft, in Sichtweite Wahlkämpfer von CDU und FDP, die den Verkauf propagieren, um mit dem Erlös den Neubau des Schwimmbads finanzieren zu können. Und auch die Sozialdemokraten, Kämpfer für den Erhalt der Sportanlage, haben ihren Wahlkampfstand an Oberursels Hotspot aufgebaut – Showdown in der Vorstadt.

150 Menschen haben am Samstagvormittag mit ihrer Unterschrift am Stand der BI dokumentiert, dass sie gegen den Verkauf des Sportplatzes sind. „Wir sind nicht gegen das Schwimmbad, aber es gibt andere Möglichkeiten, den Bau zu finanzieren“, sagt Heid.

„Es muss so viel Grünfläche wie möglich erhalten bleiben. Man darf das Gelände nicht verscherbeln für kommerzielle Zwecke“, meint Wolfgang Hoffmann, der sich in die Unterschriftenliste einträgt. Ihm schließt sich ein junger Familienvater an, der sagt der Platz müsse für den Schulsport erhalten bleiben.

Es gibt aber auch die andere Seite, die im Interesse des Schwimmsports dem Sportplatz-Verkauf zustimmt, wenn auch zähneknirschend. „Eine schwierige Entscheidung“ , räumt Stefanie Herbert ein. „Aber auch ein Schwimmbad ist wichtig“, gibt ihre Begleiterin Christiane Petermann zu bedenken. Also solle man den Sportplatz in ein Baugebiet umwandeln.

Und liegt damit auf der Linie der Wahlkämpfer von CDU und FDP. „Es ist eine Entscheidung für oder gegen das Schwimmbad“, sagt Katja Adler, stellvertretende FDP-Vorsitzende an ihrem Stand. „Es gibt keine andere Möglichkeit“, pflichtet ihr ein paar Meter weiter CDU-Fraktionschef Jens Uhlig bei. Die „unangenehme Botschaft“ müsse man ehrlicherweise vor der Kommunalwahl unters Volk bringen, sagt Uhlig.

„Wir haben einen super Zuspruch, wir sind zufrieden mit der Resonanz“, sagt BI-Sprecher Heribert Heid, der weitere Aktionen ankündigt und die Protestunterschriften noch vor der Wahl Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) übergeben will. Der kommt kurz vor Mittag am BI-Stand vorbei und wird sofort in eine Diskussion verwickelt.

Brum sieht anders als seine Partei den Sportplatz-Deal für unverzichtbar an. „Das tut mir selbst leid um die schöne Anlage“, bekennt er. „Aber es geht um die Frage: Kann das Bad gebaut werden oder nicht?“

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