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Sechs Verletzte bei Kellerbrand

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Vermutlich durch einen Defekt an einer Stromleitung gerät in Köppern der Keller des dreigeschossigen Wohnhauses in der Köpperner Straße 94 in Brand.

Vermutlich durch einen Defekt an einer Stromleitung geriet in Köppern am Sonntagabend der Keller des dreigeschossigen Wohnhauses in der Köpperner Straße 94 in Brand. Die Flammen breiteten sich schnell aus und schnitten einigen der elf Hausbewohner den Fluchtweg ab. Über den großen Korb der Drehleiter der Seulberger Feuerwehr und über eine Steckleiter wurden sie gerettet. Sechs Hausbewohner erlitten Rauchvergiftungen und mussten vom Bad Homburger Notarzt und den Rettungsassistenten ambulant behandelt werden. Zwei Bewohner hatten bei Löschversuchen Rauch eingeatmet. Unter den Geretteten waren drei Kinder im Alter von einem halben Jahr bis drei Jahren. Auch Meerschweinchen, Kanarienvögel und Katzen brachten die Brandschützer über die Drehleiter in Sicherheit.

Um 20.24 Uhr hatte es Alarm gegeben für die Freiwilligen Feuerwehren Köppern und Seulberg. Wenig später wurden auch die Wehren von Friedrichsdorf und Burgholzhausen gerufen. Unter Leitung von Stadtbrandinspektor Ulrich Neeb waren schließlich 72 Feuerwehrleute mit elf Fahrzeugen im stundenlangen Einsatz, 14 Feuerwehrleute hatten schweren Atemschutz angelegt.

Mit zwei Schaumrohren fluteten die Feuerwehrleute den gesamten Keller, um die Flammen zu ersticken. Im Chemikalienschutzanzug ging der stellvertretende Wehrführer von Burgholzhausen, Holger Laubinger, anschließend in den Keller und watete durch den kniehohen Schaum, um mit der Wärmebildkamera nach weiteren Glutnestern zu suchen.

Die Ortsdurchfahrt war den ganzen Abend gesperrt. Die Bewohner verbrachten den Rest der Nacht im Hotel. Den Schaden am Haus schätzen Polizei und Feuerwehr auf 80000 Euro. (gero)

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