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Horst Burghardt trägt die Friedrichsdorfer Bürgermeisterkette noch bis 2015. Es gratuliert Erster Stadtrat Norbert Fischer (CDU), der dann vielleicht sein Gegner sein wird.
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Horst Burghardt trägt die Friedrichsdorfer Bürgermeisterkette noch bis 2015. Es gratuliert Erster Stadtrat Norbert Fischer (CDU), der dann vielleicht sein Gegner sein wird.

Dritte Amtszeit für Horst Burghardt

Schwere Jahre kommen

Horst Burghardt geht in seine dritte Amtszeit. Also Friede, Freude, Eierkuchen? Von wegen. Den Friedrichsorfer Rathauschef bedrückt das im Jahr 2010 drohende Defizit. Von Klaus Nissen

Von Klaus Nissen

Es sollte eine heitere Feier werden - die dritte Vereidigung des seit 1997 amtierenden und bis 2015 wiedergewählten Bürgermeisters Horst Burghardt. Vor fast 400 Gästen sang Ingrid El Sigai freche Lieder von Georg Kreisler, während draußen vor dem Köpperner Forum Friedrichsdorf die Kellner die Getränke für den Steh-Empfang vorbereiteten. Großen Beifall gab es für die neuen Ehrenmedaillen-Träger Kuni Freise, Peter Arnold und Heinrich Friedrich Raab.

Auch die launigen Lobesreden auf den alten und neuen Bürgermeister schienen dem Publikum zu gefallen. "Burghardt genießt hohes Vertrauen der Bürger", sagte Landrat Ulrich Krebs. "Er ist in der Region ein Mann, auf dessen Wort gehört wird". Bei der Wahl am 15. März erhielt der mit Unterstützung von CDU und FWG regierende Burghardt in allen Stadtteilen mehr als 70 Prozent der Wählerstimmen.

Am Rednerpult zeigte der 51-jährige Grüne, dass ihm die silberne Amtskette nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch eine schwere Bürde ist. "Der Wahlkampf war eine furchtbare Zeit", verriet Burghardt. Er sei sehr angespannt gewesen.

Ganz ohne Manuskript schilderte er dann, was ihn aktuell bedrückt. Der Bürgermeister sieht dunkle Wolken über Friedrichsdorf aufziehen, obwohl die Stadt nach dem Rating des Hessischen Städtetages noch genügend Geld zur Verfügung habe. Wegen der schlechten Konjunktur dürften dieses Jahr höchstens 12,5 statt der kalkulierten 16 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer in die Stadtkasse fließen. "Unterm Strich fehlen uns im nächsten Jahr neun Millionen. Die können wir nicht einsparen. Unser Personaletat beträgt zehn Millionen." Die Angestellten könne man nicht alle rausschmeißen, und die Stadt müsse noch mehr Erzieherinnen einstellen. "Wir können im nächsten Jahr den Haushalt nicht ausgleichen", sagte Burghardt.

Bisher war ihm das immer gelungen. Selbst im reichen Hochtaunus werde höchstens Bad Homburg weiter mehr Einnahmen als Ausgaben haben. "Es ist fürchterlich, was da auf uns zukommt."

Gazit entscheidet im Oktober

Das Konjunkturpaket sei zwar sinnvoll, doch die in die Kommunen fließenden Gelder seien nur geliehen. Und wenn der Bund Geld für Kinderkrippen gibt, decke das nur 20 Prozent des realen Aufwandes. Falls die neue Bundesregierung Steuern senke, "werden wir unsere Steuern anheben müssen. Darüber muss ab dem 28. September diskutiert werden - sonst fahren wir den Staat an die Wand!"

Froh stimmt den Wiedergewählten, dass im September der erste Spatenstich für den Neubau der Philipp-Reis-Schule zu erwarten sei. Eine große Herausforderung sei auch der Bau des Einkaufszentrums auf dem Milupa-Areal. "Ende Oktober haben wir Klarheit, ob der Investor einsteigt. Wenn nicht, haben wir ein Problem". Noch eins.

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