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Schweizerei auf der Zielgeraden

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Von: Fabian Böker

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Die Wege zu Schweizerei sind mittlerweile auch angelegt. Nun geht es vor allem um den Innenausbau.
Die Wege zu Schweizerei sind mittlerweile auch angelegt. Nun geht es vor allem um den Innenausbau. © Renate Hoyer

Die Restaurierung der Schweizerei im Kleinen Tannenwald soll dieses Jahr abgeschlossen werden. Auf Spenden ist der Förderverein weiter angewiesen.

Manchmal sind es auch Kleinigkeiten, die entscheidend sind. Damit die Schweizerei im Kleinen Tannenwald nach ihrer Sanierung möglichst originalgetreu aussieht, müssen auch die Klappläden an den Fenstern stimmen. Eine Spende des Kur- und Verkehrsvereins (KVV) ermöglicht nun erste Schritte dazu. Auf Spenden ist der Förderverein Kleiner Tannenwald aber auch weiterhin angewiesen.

3000 Euro hat der KVV-Vorsitzende Wolfgang Herder gestern an Franz-Josef Mues und Wolfgang Blum überreicht. Der Vorsitzende und der Schatzmeister des Fördervereins werden das Geld ausschließlich für die Anschaffung der Fensterklappen verwenden. Wie viele genau durch die Spende ermöglicht werden, kann Architekt Micha Barsties noch nicht sagen. „Zwei bis drei sind aber machbar.“

Er schätzt, dass eine normale Fensterklappe, fertig lackiert, rund 500 Euro pro Quadratmeter kosten wird. „In unserem Fall werden wir aber unter diesem Preis bleiben“, so Barsties, der auch Mitglied im Förderverein Kleiner Tannenwald ist. 20 Läden braucht die Schweizerei insgesamt. Hinzu kommt eine große Fenstertür, an die eine Klappe kommt. Für Barsties ist die Arbeit rund um die Klappläden eine echte Aufgabe. „Ich habe das erst einmal gemacht, vor 38 Jahren.“ Aber er nimmt die Herausforderung an.

Mit den 3000 Euro des KVV ist es also nicht getan. Weitere Spender werden benötigt. Wer Geld zur Verfügung stellt, bekommt eine Plakette am Fensterladen.

Wenn diese dann einmal angebracht sind, stehen noch weitere Arbeiten an. Außen- und Innenputz, danach der Trockenbau. Sanitär- und Elektroanlagen werden eingebaut. Die Form der Terrasse ist schon zu erkennen, sie wird fertiggestellt und ermöglicht einen barrierefreien Zugang. „Auch wenn das historisch nicht ganz korrekt ist“, sagt Franz-Josef Mues schmunzelnd.

Die Baukosten liegen insgesamt bei etwa 350 000 Euro. 250 000 Euro davon seien bereits verbaut, so Schatzmeister Blum. Die restliche Summe sei in Teilen schon vorhanden. Bis Ende des Jahres sollen alle Arbeiten abgeschlossen. „Anders geht es gar nicht“, sagt Architekt Barsties.

Am Dienstag, 19. April, findet die Mitgliederversammlung des Fördervereins statt. Beginn ist um 19.30 Uhr im Gotischen Haus. Sie ist öffentlich.

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