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Wettbewerb der Windhunde zum Laternenfest

Schwebender Gang, offener Fang

Fast 400 Hunde wurden am Samstag von Züchtern und Haltern dem geneigten Fachpublikum präsentiert. Ein Hund war die Ausnahme von der Regel.

Gangwerk nennen die Kenner das, was den perfekten Hund auszeichnet. "Der muss eigentlich schweben durch den Ring", sagt der Kölner Hundebesitzer Gerd Kraus über die Gangart, die von einem Afghanen erwartet wird. Dazu Kopf hoch, Fang leicht offen, Stolz im Blick. Kraus´ erst 13 Monate alte Jugendklasse-Hündin "Xception to the rule" macht ihrem Namen wirklich Ehre und verdient sich als Ausnahme von der Regel den Jubiläumspreis bei der 40. Windhundzuchtschau zum Laternenfest.

Fast 400 Hunde haben Züchter und Halter am Samstag dem geneigten Publikum präsentiert, das anders als beim Rennen am Sonntag weitestgehend vom Fach ist. Eben Hundemenschen unter sich, die sich auch noch verstehen, wenn von "Pubertätsgehabe" unter Hunden die Rede ist. Oder von der seit zwei Monaten andauernden Trauer eines Saluki-Rüden, weil damals sein Spielkamerad eingeschläfert werden musste.

In den Showroom im Jubiläumspark geht es über einen grünen Stoffteppich vor der Haupttribüne. In mit Flatterband abgegrenzten Ringen werden die Tiere im Kreis geführt, für das Gangwerk und die gesamte Erscheinung gibt es Punkte. Unter den Veteranen, das ist die Altersgruppe ab dem 8. Lebensjahr, holt "Free your mind" bei den Afghanen-Rüden ziemlich viele Punkte, als "Best of best" in seiner Gruppe darf er am Ende mit anderen Klassensiegern noch einmal um den Titel "Best in show" antreten.

Sonntag ist Renntag im Park an der Landgrafenstraße. Auf der Jagd nach dem falschen Hasen aus Plastikfetzen, der an einem Seil durchs Stadionrund rast, lassen die Windhunde den aktuellen Wundersprinter Usain Bolt ziemlich alt aussehen. Der wü rde gerade mal die halbe Runde schaffen im Lauf gegen die Spitzenathleten unter den Hunden, die ähnlich den Langstreckenläufern unter den Zweibeinern aus kaum mehr als Haut, Knochen, Sehnen und viel Lunge zu bestehen scheinen.

n der Champagnerluft wird aber nicht nach Doping gefragt. Alles Natur, versichern die Händler, die Rinderkopfhaut, Putenhälse, Euter und Rinderlefzen zu erschwinglichen Preisen anbieten. Und natürlich auch sonst alles, was der elegante Hund so braucht, um im Konkurrenzkampf zu bestehen.

Und wenn alles nicht hilft, weder die perfekte Ernährung noch die Schönheitspflege oder die passenden Accessoires, dann besteht immer noch die Möglichkeit, eine Osteopathin aufzusuchen. Ja, auch das gibt es für die Windhunde im Jubiläumspark. (jüs)

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