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Auszählen und   kontrollieren – viel Arbeit nach der Wahl.
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Auszählen und kontrollieren – viel Arbeit nach der Wahl.

Wahlanalyse Bad Homburg

Für Schwarz-Gelb reicht es nicht

Die Koalitions-Karten im Bad Homburger Stadtparlament werden neu gemischt. Aber auch künftig gibt es wohl keine Mehrheit ohne CDU.

Von Martina Propson-Hauck

Das vorläufige Endergebnis der Kommunalwahl in Bad Homburg stand am Montag um 14.30 Uhr fest: CDU und FDP holten nach Auszählung der Stimmzettel, auf denen kumuliert und panaschiert worden war, im Vergleich zum Wahlabend noch kräftig auf. Doch für eine schwarz-gelbe Mehrheit reichte es dann trotzdem nicht mehr, der alten Koalition fehlen zwei Sitze. Mit 20 Sitzen bleibt die CDU zwar stärkste Kraft im Parlament, die Grünen ziehen aber mit zwölf Sitzen als zweitstärkste Fraktion mit dem besten Ergebnis aller Zeiten ein.

„Es wird wohl doch keine Mehrheit ohne die CDU geben“, sagte Dieter Kraft (Grüne) bereits am frühen Mittag, als sich abzeichnete, dass die Zahlen vom Sonntagabend korrigiert werden mussten. Er hatte bereits am Wahlabend vor allzu schnellen Analysen gewarnt, als die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Daniela Kraft, angesichts des großen Wahlerfolges ihrer Partei die CDU bereits in der Opposition gesehen hatte. Arithmetisch hätte es da noch für eine Koalition von Grünen, SPD, BLB und NHU gereicht.

Stündlich holten am Montag während der Auszählung der zweiten Hälfte der Stimmzettel CDU und FDP auf, während die Grünen von ihren fulminanten 28,5 Prozent des Trendergebnisses vom späten Sonntagabend auf immer noch sehr respektable 23,6 Prozent bröckelten. Zunächst waren nur die Listenkreuze gezählt worden. Offenbar haben mehr CDU- und FDP-Wähler die Möglichkeit des Kumulierens und Panaschierens genutzt und Kreuze bei einzelnen Personen gemacht. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,5 Prozent – höher als 2006.

Nun sind verschiedene Koalitionsvarianten denkbar: CDU und FDP könnten mit der NHU (zusammen 25 von 49 Sitzen) die beiden CDU-Flüchtigen Holger Fritzel und Axel Dierolf ins Boot zurückholen und die Grünen so düpieren. Eine Neuauflage des 2005 gescheiterten schwarz-grünen Bündnisses (31 Sitze ) wäre ebenfalls denkbar. Auch CDU und SPD kämen auf 27 Sitze.

„Die Wahrscheinlichkeit, dass es eine Mehrheit ohne Beteiligung der CDU gibt, ist gering“, sagte gestern CDU-Fraktionschef Alfred Etzrodt. Er signalisierte Offenheit nach allen Seiten. Waldemar Schütze (SPD) hielt sich zurück und sagte, es müsse erst einmal intern diskutiert werden. Die konstituierende Sitzung des Parlaments ist am 14. April.

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