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Bad Homburg

Schüler sorgt für Explosionsgefahr

Große Aufregung am Kaiserin-Friedrich-Gymnasium: Weil ein 17-Jähriger es bei einem Chemie-Experiment mit der Dosierung übertreibt, müssen die Sprengstoffexperten des LKA anrücken.

Von Anton J. Seib

Auch nach dem Zwischenfall am Samstag wird bei künftigen Tagen der offenen Tür am Kaiserin-Friedrich-Gymnasium (KFG) weiter experimentiert. „Aber nur noch mit Gummibärchen“, versprach Schulleiterin Heike Zinke mit leicht sarkastischem Unterton.

Der 17 Jahre alte Schüler eines Chemie-Leistungskurses hatte am Samstagmorgen einen explosiven Cocktail zusammengemixt und damit einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts hatten die Mischung gezielt zum Explodieren gebracht. Die Polizei leitete zwar ein Ermittlungsverfahren ein, der 17-Jährige werde aber voraussichtlich nicht strafrechtlich verfolgt, so ein Polizeisprecher.

Der junge Mann hatte unter Aufsicht seiner Chemielehrerin zu Demonstrationszwecken Jod und Ammoniak gemischt. „Dadurch entsteht Jod-Stickstoff“, erklärt Schulleiterin Zinke. Zu sogenannten Knallerbsen geformt, erzeugen sie kleine Explosionen, wenn sie auf den Boden geworfen werden.

Chemietrakt gesperrt

Um sich die Arbeit zu erleichtern, stellte der 17-Jährige nicht kleine Mengen her, sondern mischte eine große Menge der Chemikalien zusammen, um daraus portionsweise Knallerbsen zu formen. Er ahnte nicht, dass er auf diese Weise hochexplosiven Sprengstoff erhielt. „Der Junge war sich der Tragweite nicht bewusst“, so Zinke. Als die Lehrerin mitkriegte, was sich zusammenbraute, schritt sie ein. Der Chemietrakt wurde gesperrt.

Das explosive Gemisch hätte erhebliche Schäden in den Schulräumen verursachen können, hieß es gestern in einer gemeinsamen Erklärung von Schulleitung, Stadt und Kreis. Menschen seien aber „nicht unmittelbar“ in Gefahr gewesen. „Das Gemisch wurde feucht gehalten“, erklärte Schulleiterin Zinke. Die Einsatzleitung von Feuerwehr und Kreisverwaltung lobte das Verhalten der Schulleitung als „schnell und besonnen“.

Bereits im Februar 2004 war im Chemieunterricht am KFG Methanol in Brand geraten. Damals war die Schule geräumt worden.

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