1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Hochtaunus

Schub für den Nahverkehr

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Landrat Krebs (rechts) bei der Zugtaufe in Friedrichsdorf.
Landrat Krebs (rechts) bei der Zugtaufe in Friedrichsdorf. © FR/Schick

Seit Donnerstagabend fährt auf den Gleisen der Taunusbahn ein Zug mit dem Namen "St. Etienne (Rhone Alpes)". Von Anton J. Seib

Von Anton J. Seib

Seit Donnerstagabend fährt auf den Gleisen der Taunusbahn ein Zug mit dem Namen "St. Etienne (Rhone Alpes)". Gemeinsam mit der Vertreterin der französische Alpenregion, Melanie Betz, taufte Landrat Ulrich Krebs im Friedrichsdorfer Bahnhof das Fahrzeug des Typs Lint 41 auf den neuen Namen. Demnächst verkehrt der knallgelbe Dieseltriebzug in der Taunus-Region als sichtbares Zeichen der deutsch-französischen Zusammenarbeit im Projekt "Bahn.Ville".

Anlass für die Zugtaufe war die Abschlusskonferenz des Projekts in Frankfurt, bei der 70 Verkehrsexperten der Partnerregionen Rhein-Main und Rhône-Alpes über neue Verkehrskonzepte und die Integration des Schienenverkehrs in die Siedlungsentwicklung beraten haben.

Krebs bezeichnete die Taunusbahn als Rückgrat des Nahverkehrs im Hochtaunuskreis und hob besonders die Anbindung des Usinger Landes an den Ballungsraum Rhein-Main hervor. Diesen Standortvorteil Bahn gelte es zu erhalten und auszubauen, sagte Krebs.

Zwei konkrete Projekte aus der Zusammenarbeit bei "Bahn.Ville" sind das Nahmobilitätskonzept für Usingen und die Pläne für die völlige Umgestaltung des Bahnhofsareals in Friedrichsdorf. In diese Pläne seien einige der Ideen eingeflossen, die in den Expertenrunden, die seit 2007 im Halbjahres-Rhythmus tagten, entwickelt wurden, so Erster Stadtrat Norbert Fischer am Rande der Zugtaufe.

50 Prozent mehr Fahrgäste

Die französische Delegationsleiterin Melanie Betz dankte für die gute Zusammenarbeit beider Regionen; das werde durch die Taufe symbolisiert. Die Bedeutung des Schienenverkehrs machte sie an Beispielen aus ihrer Heimat deutlich. In der Alpenregion mit sechs Millionen Menschen, viel Tourismus und hoher wirtschaftlicher Dynamik gebe es einen hohen Bedarf an Mobilität. In die Alternative zum Auto stecke die Region ein Viertel der Haushaltsmittel, alle 15 Minuten verkehren zwischen St. Etienne und Lyon Züge. Damit sei die Strecke die wichtigste Regionalverbindung in Frankreich, sagte Betz. Die Menschen honorierten das, denn die Verkehrsgesellschaft verzeichne einen Zuwachs beim Fahrgastaufkommen von 50 Prozent.

Auch interessant

Kommentare