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Schöne Bilder für die weite Welt

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Bad Homburg ist seit 40 Jahren erstmals wieder beim Radrennen am 1. Mai dabei. Die Stadt erhofft sich einen positiven Werbeeffekt.

Von Martina Propson-Hauck

Für viele ist das Radrennen am 1. Mai immer noch das Rennen Rund um den Henninger-Turm. Auch wenn es korrekt längst „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ heißt. In diesem Jahr wird es auf einem acht Kilometer langen Streckenabschnitt sogar wieder ein wenig zu einem Rennen mitten durch die Kurstadt.

Bad Homburg gehört nach Jahrzehnten der Abstinenz bei der 53. Auflage des Radsportklassikers zum „Team Taunus“ wie Oberursel, Schwalbach und Sulzbach. Von Beginn an war Bad Homburg eigentlich Teil der Rennstrecke, Mitte der 70er Jahre nahm der Kurs von Frankfurt aus durch den Taunus einen anderen Verlauf.

Jetzt ist das Rennen wieder da, auch dank der Bemühungen des ambitionierten Hobby-Radlers Jürgen Stamm. Der Bad Homburger Polizist und SPD-Fraktionsvorsitzende hat die nötigen Kontakte geknüpft.

Gestern gab die Kurstadt ihr Debüt als Gastgeberin mit einer Auftaktpressekonferenz im Kurpark. Bürgermeister Karl Heinz Krug versprach den Journalisten „schöne Bilder von der schönen Streckenführung“: Vom östlichen Stadteingang fahren Radprofis wie Tony Martin und John Degenkolb entlang der Ober-Eschbacher Straße zur U-Bahnhaltestelle Gonzenheim über die Frankfurter Landstraße in den Europakreisel und durch die Friesenstraße über die Kaiser-Friedrich-Promenade am Kurpark entlang. In Höhe der Wickerklinik soll es eine Sprintwertung und ein von der Stadt organisiertes Streckenfest geben. Über die Höhestraße, die Dietigheimer Straße und den Hindenburgring geht es nach Oberursel.

Weltweite TV-Präsenz soll für Werbeeffekt sorgen

Die Kreuzung bei Fahrrad Denfeld wird bis zum 1. Mai nicht komplett fertig, mindestens eine Fahrspur soll aber laut Stadtsprecher Andreas Möring bis dahin für die Radfahrer gut befahrbar sein. Ein Streckenfest wird es auch auf dem Denfeld-Areal geben.

Bad Homburg will auch in den kommenden Jahren weiter dabei sein, betonte Krug. Er erhofft sich von der weltweiten Ausstrahlung schöner Fernsehbilder von Schloss und Kurpark einen positiven Werbeeffekt. Laut Veranstalter Bernd Moos-Achenbach haben sich bereits zahlreiche internationale Fernsehteams angesagt, das entfernteste aus Neuseeland.

Die Kosten für die Stadt werden laut Krug fast komplett durch lokale Sponsoren abgedeckt. So sind außer Denfeld auch die Basler Versicherungen, Syna, Dornbach und Hemopharm dabei.

Organisatorische Herausforderungen bleiben: So wird die Stadt am 1. Mai in zwei Teile zerschnitten, dennoch müsse auf beiden Flügeln die Feuerwehr einsatzbereit bleiben.

Sportlich erwartet die Profifahrer diesmal eine leicht geänderte Streckenführung. Die zwingt sie dazu, den gefürchteten Mammolshainer Berg nicht nur drei-, sondern sogar viermal zu bezwingen.

Der besondere Charakter des Rennens, bei dem mehr als 1000 Profis und Jugendsportler an den Start gehen, ist die gleichzeitige Organisation von Jedermann-Rennen. Weltweit einmalig ist laut Moos-Achenbach der gleichzeitige Start von 17 Rennen an einem Tag. Er erwartet in diesem Jahr mehr als 5000 Teilnehmer bei den Jedermann-Rennen für Radler und Skater, 4500 waren es im vorigen Jahr.

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