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Schneller wohnen

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Das Vickers-Gelände soll in der Pioritätenliste der städtischen Bauvorhaben weit nach oben gesetzt werden.

Gegen die Stimmen der CDU hat sich das Stadtparlament mehrheitlich dafür ausgesprochen, das ehemalige Vickersgelände in der Prioritätenliste der städtischen Bauvorhaben weit nach oben zu setzen. „Der Mangel an preisgünstigen Wohnungen in Bad Homburg ist evident“, sagte Armin Johnert (BLB), der den Antrag des Viererbündnisses begründete.

Er hatte zu den Kritikern gehört, die bemängelt hatten, dass in Dornholzhausen auf dem ehemaligen Lilly-Gelände vorwiegend hochpreisige Wohnungen und Reihenhäuser durch einen privaten Investor entstehen, obwohl das Bündnis die Schaffung bezahlbarer Wohnung auf seine Fahnen geschrieben hat.

Erste Gespräche mit der Wohnbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding, die als Partner ins Boot geholt werden soll, hat OB Michael Korwisi (Grüne) bereits geführt. Der OB hat an der Parlamentssitzung nicht teilgenommen, weil er für ein verlängertes Wochenende die Partnerstadt Dubrovnik besucht.

Das Problem beim Vickers-Gelände – und das ist auch der Einwand der CDU gegen eine frühe Bebauung – ist, dass eine Nachzahlung von knapp vier Millionen Euro fällig wird, wenn die Stadt das Areal vor 2019 für Wohnungsbau nutzt. Der Kaufpreis von 6,5 Millionen Euro für das von der Stadt 2009 erworbene Areal hattte sich an Gewerbenutzung oder dem damals noch geplanten Bau einer Schule orientiert. Eine Klausel im Kaufvertrag regelt, dass bei Wertsteigerung durch Wohnbebauung innerhalb einer Zehn-Jahres-Frist ein Nachschlag von 3,9 Millionen Euro fällig ist.

Holger Fritzel (NHU) argumentierte, die Nachzahlung könne dadurch kompensiert werden, dass der Zinssatz für Baugeld derzeit extrem niedrig sei.

Allerdings kann das Grundstück nicht sofort bebaut werden, weil erst ein entsprechender Bebauungsplan dafür entwickelt werden muss. Das Vickersareal ist 22 400 Quadratmeter groß. Dort könnten 200 bis 300 Wohnungen entstehen. Eine Prioritätenliste für Bauvorhaben war vor einigen Monaten erstellt worden, weil es im Bauamt personelle Engpässe gibt.(prop.)

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