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Ran an die Schneeberge

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Schneehalde an der Frölingstraße
Schneehalde an der Frölingstraße © rolf oeser

Nach und nach verschwinden die Schneeberge in den Städten. In Bad Homburg, Oberursel, und in Wehrheim sind Schaufel-Kommandos und Radlader dabei, die schmutzigen Haufen und Schnee-Wälle von den Straßen und Plätzen in Container zu laden.

Von Dieter Hintermeier

In Friedrichsdorf engagierte die Stadt auch Landwirte, Baufirmen, Transportunternehmen und die Feuerwehr, um den Schnee abzufahren. Nach und nach werde man sich bis in die Nebenstraßen vorarbeiten, so der Erste Stadtrat Norbert Fischer.

Roswitha Hoflender, Pressesprecherin in Bad Homburg: „Die Schneeberge werden abgefahren und landen auf dem Vickers-Gelände“. Auf der 21000 Quadratmeter großen Industriebrache zwischen Schaberweg und Frölingstraße ist nämlich reichlich Platz für die ungewollten Schneemassen.

Dass die Homburger Einkaufsmeile, die Louisenstraße, vom Lieferverkehr ohne Probleme angefahren werden kann, steht für die Stadt ganz oben auf der Räumliste. „Würden wir das nicht tun, käme es zu chaotischen Zuständen“, betont Hoflender. Auf solche „Serviceleistungen“ der Stadt sollten Privathaushalte nicht setzen. Diese müssen in der Regel selbst dafür sorgen, dass sie den Schneemassen zu Leibe rücken. „Wir räumen die Hauptverkehrswege und die Straßen, die von Bussen befahren werden“, erklärt die Pressesprecherin. Nur in „Ausnahmefällen“ und „wenn es passt“ werde der Räumdienst auch schon einmal in den reinen Wohnstraßen aktiv.

Wer nicht zu den „Ausnahmefällen“ gehört, muss also selbst Hand anlegen. Das heißt aber nicht, dass der Griff zur Schneeschaufel auch als probates Mittel angesehen wird. Vielmehr griffen manche Bad Homburger laut Hoflender zum Telefonhörer und beschwerten sich bei der Stadt, weshalb der Schnee vor ihrer Haustür noch nicht weggeräumt sei.

Die genauen Kosten der Schnee-Abfahr-Aktion kann die Stadt zur Zeit nicht überblicken, da die Rechnungen der Fremdfirmen, deren Dienste die Kurstadt in Anspruch nimmt, noch nicht vorlägen. Teurer als geplant werde sie aber wohl, meint Hoflender. Dafür gibt es im Gegenzug reichlich freie Bahn auf der Louisenstraße.

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