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Ein "Schmuckstück" für die Reisenden

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Die Gerüste im Bahnhof verschwinden.
Die Gerüste im Bahnhof verschwinden. © Andreas Arnold

Am Wochenende wird der für mehr als 22 Millionen Euro sanierte Bahnhof eröffnet. Die Stadt hofft, dass bis 2015 alle Arbeiten im Umfeld abgeschlossen sein werden.

Für Oberbürgermeister Michael Korwisi (Grüne) ist es ein „Schmuckstück“, für den Kurdirektor der Stadt Ralf Wolter eine „würdige Visitenkarte“. Die Rede ist vom sanierten Bad Homburger Bahnhof, der am Wochenende offiziell eröffnet wird.

Seit etwa zwei Jahren wird am und um den Bahnhof gearbeitet. Gestern nun machten Korwisi und Wolter bei einer Pressekonferenz in der Empfangshalle aus ihrer Freude über die anstehende Eröffnung keinen Hehl. Laut Korwisi wurde das Gebäude „aus seinem Aschenputtel-Dasein befreit“ und bietet künftig den Reisenden „ein würdiges Entree in die Kurstadt.“ Wolter pflichtete ihm bei und bezeichnete den Bahnhof als „Gegenmodell“ zu vielen anderen Stationen in Deutschland, da man sich fortan in Bad Homburg auch schon nach Verlassen des Zuges wieder wohlfühlen könne.

Das Projekt hat mehr als 22 Millionen Euro gekostet, die vor allem in die Sanierung der historischen Empfangshalle investiert wurden. Die wird zukünftig lichtdurchflutet sein und Platz für Geschäfte bieten. Außerdem findet mit dem „Speicher Bad Homburg“ ein Veranstaltungsort sein Zuhause, in dem die Kur- und Kongreß-GmbH für musikalische Höhepunkte sorgen will.

Am Freitag nun folgt die offizielle Eröffnung. Um 11 Uhr geht es los, für das musikalische Programm sorgt das Kurensemble unter der Leitung von Mike Mihajlovic. Am Abend beginnt dann um 20 Uhr mit dem Rheingau Musik Festival die erste Veranstaltung im Speicher. Auf der Bühne ist das Per Arne Glorvigen Trio zu sehen. Allerdings ist das Konzert bereits ausverkauft.

Vorplatz ist derzeit noch Baustelle

Der Samstag und der Sonntag stehen dann ganz im Zeichen des Bahnhofsgebäudes. Zwischen 11 und 15 Uhr werden Führungen zur Historie des Bahnhofs angeboten, zudem kann der Speicher besichtigt werden. Ein Schnellzeichner fertigt Portraits an, auf dem Bahnhofsvorplatz steigt ein Spielfest für Familien mit Kindern, inklusive Live-Musik.

Der Vorplatz ist derzeit noch eine Baustelle. Für das Wochenende wird diese geräumt, da es anschließend mit den Arbeiten vor dem Gebäude weitergeht. Dieser Bereich soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Zu ihm zählen der unmittelbare Vorplatz, der Busbahnhof und das Postgebäude. Bezüglich der Post müssen aber noch weitere Verhandlungen geführt werden.

Auch hinter dem Bahnhof laufen Arbeiten. Alles in allem hofft die Stadt, im Jahr 2015 mit allen Arbeiten fertig zu sein. Und dann sollen sich, so der Wunsch von Korwisi, die Bad Homburger Bürger „mit dem Bahnhof identifizieren können.“ bö

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