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Tanzen im Schnee

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Von: Miriam Keilbach

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Gefeiert wird in Stiefel, Mütze und Schal.
Gefeiert wird in Stiefel, Mütze und Schal. © Martin Weis

Die erste Elektroparty auf dem Großen Feldberg lockt zahlreiche Fans aus dem Umland. Einziger Kritikpunktsind die unregelmäßigen Fahrtzeiten der Shuttlebusse.

Beschaulich sieht es aus. Weiße Eiszapfen an den Büschen und Bäumen, rund 30 Zentimeter Schnee. Doch zwischen Familien auf Schlitten und Skiern mischen sich am gestrigen Sonntag junge Elektrofans in Moonboots und mit Sonnenbrillen, die nur eines wollten: tanzen. Und das auf dem Großen Feldberg. Schon von weitem ist die Musik der DJs zu hören. Es ist die Premiere von Snow001.

Am Nachmittag füllt sich der Parkplatz vom Feldberghof auf dem Gipfel. Vom Funkturm bis zum Feldberghof ist abgesperrt, hier tanzen die Elektrofans. „Es ist schon viel los, die Stimmung ist gut“, sagt Organisator Alex Schäfer bereits am Nachmittag. „Wir haben den Berg erklommen, haben ihn bestiegen“, sagt er, „der Platz ist wichtig, ohne Schnee, keine Stimmung.“

Der Platz, das ist der Gipfel des Feldberges in rund 870 Metern Höhe – das hat so seine Tücken. Die Party war zunächst auf Ende Januar angesetzt, damals war es zu windig und es gab Glatteis. „Diesmal spielt das Wetter mit, es schneit, es ist nicht zu kalt und Gott sei Dank kein Wind.“ Und wem es bei rund minus fünf Grad trotz Glühwein, Jägermeister und Tanzen zu kalt wird, kann sich im Feldberghof wärmen. Dort legen ebenfalls DJs auf.

Unregelmäßiger Shuttle-Dienst

„Das ist geil“, sagt Marcel Dubbert, der aus Rheinland-Pfalz angereist ist. „Winterworld kann einpacken“, meint er im Hinblick auf die Indoor-Elektroparty in Wiesbaden. „Das ist außergewöhnlich, das kann ein großes Ding werden“, sagt Dubbert, der auch voll des Lobes für das Programm ist. DJ-Größen wie Karotte, Felix Kröcher, Anna Reusch und George Perry legen drinnen und draußen auf – insgesamt 15 DJs spielen von 10 bis 22 Uhr. „Das ist für den Kreis schon super“, sagt Dubbert.

„Musik gut, Atomsphäre gut“, meint Sarah, die mit drei Freunden aus Hofheim kommt. „Das Ambiente ist natürlich das i-Tüpfelchen“, ergänzt Alex, der in voller Erwartung auf den Auftritt von DJ Bebetta ist. „Wenns zu kalt wird, trinken wir einfach Glühwein.“ Draußen gibt es nicht nur Bars, an denen Glühwein, Jägermeister und Longdrinks verkauft werden, sondern auch Heizpilze und Schirme, die vor dem Schneefall schützen.

Ein Besucher aus dem Rheingau-Taunus-Kreis freut sich ebenfalls über die gelungene Premiere: „Das ist ein Naturschutzgebiet, solche Partys findet man nicht oft. Das ist besser als in der Disco.“

Wunsch nach alkoholfreien Getränken

Doch auch ein wenig Kritik finden einige der bis zum Nachmittag gut 800 Besucher. So müssen einige lange auf einen Bus warten, der sie von den Parkplätzen Teufelsquartier, Windeck und Sandplacken abholt. „Es gibt keine Shuttlebusse alle 15 oder 20 Minuten, und die Busfahrer der Linienbusse wissen noch nicht einmal, dass es einen Event gibt“, sagt Jasmin aus Hofheim um die Mittagszeit. Einen Shuttle-Dienst hat es zwar gegeben, die Busse fuhren aber unregelmäßig. Veranstalter Schäfer sagte dazu, dass die Busfahrer mittags eine kurze Pause gemacht hätten.

Eine bessere Beschilderung wünscht sich Jasmin für das kommende Jahr. Es gab weder Hinweisschilder für Parkplätze, noch welche an den Bushaltestellen. Felix wünscht sich für das nächste Jahr warme alkoholfreie Getränke. „Der alkoholfreie Punsch wurde von der Karte gestrichen und Tee oder Heiße Schokolade gibt es nicht.“ Dennoch: Die Viererclique will 2014 wiederkommen.

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