Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Schmitten

Schmitten: Der BUND will gegen einen Neubau im Gemeinde-Wald klagen

  • Petra Zeichner
    VonPetra Zeichner
    schließen

Aus einem ehemaligen Jagdhaus im Schmittener Wald soll ein Seminarhaus werden. Der Umweltverband BUND befürchtet „massive Störeinflüsse“ in die dortige Pflanzen- und Tierwelt.

Ein ehemaliges Jagdhaus im Schmittener Wald erhitzt die Gemüter in der Hochtaunus-Gemeinde. Genauer gesagt ist es der dort geplante Neubau, um den es geht. Die Eigentümerin ist die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) mit Sitz in Bad Homburg, und sie will ein Seminarhaus bauen.

Laut dem Bebauungsplan ist ein zweigeschossiges Gebäude mit einer Grundfläche von 246 Quadratmetern vorgesehen, das von der Fläche her etwas größer ist als das bestehende mit 224 Quadratmetern. Darin sollen zwei Appartements sowie drei Seminarräume für zehn bis 20 Personen sein. „Das Haus im Wald wird für gemeinnützige Zwecke errichtet, die im Rahmen des Stiftungszweckes der EKFS, der Förderung der Medizin, liegen“, heißt es weiter. Zum Haus gehört ein Parkplatz, auf dem „maximal fünf Stellplätze zulässig“ sind. Darüber hinaus seien Stellplätze dort unzulässig.

Das Gemeindeparlament hat den Bau einstimmig beschlossen

Die Bebauungspläne waren offen gelegt, die Stellungnahmen zur Kenntnis genommen, und das Gemeindeparlament hat das Vorhaben im vergangenen Februar laut Sitzungsprotokoll einstimmig beschlossen.

So weit, so schlecht, findet der Ortsverband Schmitten des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) und will gegen den Neubau klagen. „Nicht nur das Fresenius-Gelände an sich ist betroffen, sondern das ganze umliegende Areal, in dem sich Feuchtwiesen, Biotope, alte Streuobstwiesen und Wald befinden“, sagt Martin Degen, der stellvertretende Vorsitzende des BUND Schmitten. Man rechne mit massiven Störeinflüssen mitten im Wald.

Der BUND hält die Baugenehmigung für nicht zulässig

Dazu komme, dass das Bauvorhaben gegen die bestehenden Baugesetze im Außenbereich verstoße. Das habe ein rechtsanwaltliches Gutachten ergeben, das der BUND in Auftrag gegeben habe. Für ein nicht mehr bewohnbares, einfaches Wochenendhaus im Außenbereich dürfe laut Baugesetzbuch grundsätzlich keine Baugenehmigung erteilt werden.

Rückhalt hat der BUND bei der Bürgerinitiative „Kein Haus im Wald“, die rund 160 Mitglieder hat. „Wir unterstützen die Klage“, sagt Sprecherin Astrid Gelzleichter. Auch die BI habe ein Rechtsgutachten eingeholt. Und das kam auch zu dem Schluss: „Das Bauvorhaben ist rechtswidrig.“

Das bestehende Gebäude ist laut Bebauungsplan verfallen

Von der Gemeinde war am Donnerstag und Freitag keine Stellungnahme zu erhalten, diese wurde für kommende Woche angekündigt. Im Bebauungsplan heißt es unter anderem, dass das derzeitige Haus „über die Jahre baufällig geworden und einsturzgefährdet ist. Das Grundstück verbuscht zunehmend.“

Was dem BUND für die Klage fehlt, ist Geld. Kosten in fünfstelliger Höhe werden erwartet, die man als „spendenfinanzierte Naturschutzorganisation“ nicht alleine stemmen könne, so Degen. Nun hofft der Umweltverband auf Spenden.

www.bund-hochtaunus.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare