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Befragung zum Feldberg-Tourismus

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Renate aus Gelnhausen (links) lässt sich von Lara Knopp interviewen. Foto: Evelyn Kreutz
Renate aus Gelnhausen (links) lässt sich von Lara Knopp interviewen. © Evelyn Kreutz

Studentinnen von der Hochschule Heilbronn ermitteln Wünsche und Ideen zur Nutzung und Gestaltung des Plateaus. Es gibt viel Kritik an der Wegebeschilderung.

Bei herrlichem Ausflugswetter strömt gefühlt das halbe Rhein-Main-Gebiet auf den Großen Feldberg, dem „Frankfurter Hausberg“. Mit den Massen kommen massenhaft Probleme: Die meisten wollen mit dem Auto bis zum Gipfel fahren. Dort kommt es dann zum Verkehrskollaps, weiter unten sind die Parkplätze leer. Die mangelhafte Besucherlenkung ist ein Beispiel für die Probleme.

Der Hochtaunuskreis arbeitet unter Beteiligung der Gemeinde Schmitten und des Naturparks Taunus an einer behutsamen und nachhaltigen touristischen Weiterentwicklung des Plateaus. Das Verkehrs- und Besucherlenkungskonzept mit Fokus auf Parkraumbewirtschaftung ist Aufgabe der Gemeinde. Ein Architekturbüro ist mit einer Studie zur Gestaltung des Plateaus und des unmittelbaren Feldberggebiets beauftragt.

Entspricht das, was die Planer:innen wollen, den Vorstellungen der Besucher:innen? Zusammen mit der Hochschule Heilbronn hat Schmitten vier Studentinnen des Masterstudiengangs Nachhaltige Tourismusentwicklung engagiert. Unter anderem haben sie 101 Personen befragt und das Umfeld des Feldbergs erkundet. „Die Auswertung soll die Besucherstruktur und die Bedürfnisse der Ausflügler ermitteln“, sagt Studentin Lara Knopp. Aus den Wünschen könnten sich Ideen für die Verbesserung der Infrastruktur und für die zukünftige Entwicklung ergeben.

Die Auswertung von Fragen zu Alter, Geschlecht und Herkunftsort, zur Motivation für den Besuch, zur Aufenthaltsdauer, zur Bewertung von Parkmöglichkeiten, Wanderwegen und Beschilderung wird noch eine Weile dauern. Dennoch sprachen die Studentinnen mit der Presse und Bürgermeisterin Julia Krügers (CDU) aber schon über erste wahrgenommene Tendenzen. So fehlen einigen Menschen Sitzgelegenheiten oder die Möglichkeit zum Zelten. Familien vermissten auf dem Spielplatz Geräte für Kleinkinder. Dass das Feldberghaus noch immer geschlossen ist, wurde kritisiert. Manche denken, dass ein einziges Restaurant an besonders überlaufenen Wochenenden zu wenig sei.

Unterschiedliche Meinungen gab es zur Parkplatzsituation. Einige konnten sich sehr gut einen auto- und motorradfreien Gipfel vorstellen. Aus Sicht von Krügers kommen bisher zu wenig Menschen zu Fuß zum Gipfel. Gäbe es mehr attraktive Erlebnispunkte auch an anderen Stellen im Feldberggebiet, könnten sich die Besucher:innen besser auf die vorhandenen Parkplätze verteilen. Momentan reichten die Anreize, von dort aus das Plateau zu erwandern, nicht aus. Wie die Studentinnen bestätigten, hapert es noch an der Beschilderung und Nummerierung der Parkplätze.

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