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Schmerzensgeld nach Nasenbeinbruch

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Das Opfer ist ein 26-jähriger Student, der beim FV Stierstadt kickt. Der Mann hatte bei einer Begegnung gegen den FSG Niederlauken/Laubach in Weilrod einen Bruch des Nasenbeins erlitten. Durch einen gezielten und voll beabsichtigten Stoß mit dem Kopf, sagte der Student. Der Täter dagegen wollte, wenn überhaupt, fahrlässig gehandelt haben.

Wer Fußball spielt, sollte nicht zimperlich sein. Mit dieser Argumentationsgrundlage versuchte Rechtsanwalt Christian Konieczny gestern vor dem Bad Homburger Amtsgericht seinen 31-jährigen Mandanten vom Vorwurf der Körperverletzung freigesprochen zu bekommen.

Das Opfer ist ein 26-jähriger Student, der beim FV Stierstadt kickt. Der Mann hatte bei einer Begegnung gegen den FSG Niederlauken/Laubach in Weilrod einen Bruch des Nasenbeins erlitten. Durch einen gezielten und voll beabsichtigten Stoß mit dem Kopf, sagte der Student. Der Täter dagegen wollte, wenn überhaupt, fahrlässig gehandelt haben.

Bei dem Fußballspiel im November 2013 soll der Angeklagte nach Aussage des Schiedsrichters „gestochert“ haben. Damit ist der Versuch gemeint, dem Torwart den bereits gesicherten Ball aus noch den Händen zu entwinden. „Das macht man nicht“, sagte der 26-jährige Mittelfeldspieler gestern vor Gericht und beschrieb, dass er den 31-jährigen zur Besonnenheit aufrief.

Dieser soll sich „theatralisch fallengelassen haben, wie man das im Fußball so macht“, erklärte der 26-Jährige. Beim Aufstehen habe er ihn zuerst mit dem Kopf in der Bauchgegend berührt, stehend habe er dann mit dem Kopf zum Stoß ins Gesicht angesetzt. „Ich bin vorsichtig, bei so etwas Absicht zu unterstellen“, sagt hingegen der 64-jährige Schiedsrichter, der selbst 35 Jahre lang Fußball gespielt hat. Bevor die sieben Zeugen der FSG Niederlauken in das Geschehen vor Gericht eingreifen konnten, regte Strafrichter Martin Gierke an, das Verfahren gegen ein Schmerzensgeld für den 26-jährigen Feldspieler in Höhe von 1000 Euro einzustellen.

Der 31-jährige Angeklagte, der inzwischen in Wetzlar lebt, akzeptierte dies nach Rücksprache mit seinem Verteidiger. Am Rande der Verhandlung brachte der an der strittigen Szene beteiligte Torwart seine Sicht der Dinge ins Spiel: „Fußball ist kein Tanzsport.“ (ing)

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