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Rote Zahlen trotz leichter Erholung

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Auch das Kleingeld zählt: Friedrichsdorfs Etat weist 2010 ein erhebliches Defizit auf.
Auch das Kleingeld zählt: Friedrichsdorfs Etat weist 2010 ein erhebliches Defizit auf. © dpa

Im Friedrichsdorfer Haushalt 2011 klafft eine Lücke von 6,3 Millionen Euro - trotzdem sieht Bürgermeister Burghardt Licht am Ende des Schulden-Tunnels.

Von Anton J. Seib

Horst Burghardt sieht nicht mehr ganz so schwarz wie vor einem Jahr. Damals malte er angesichts von Finanzkrise und schwindenden Einnahmen den Konkurs des „Großbetriebs“ Friedrichsdorf an die Wand. Als der Bürgermeister gestern Abend im Stadtparlament den städtischen Haushalt für 2011 vorlegte, zeigte er sich vorsichtig optimistisch. Zumindest bei den Steuereinnahmen gab es eine „leichte Erholung“.

Gleichwohl bleibt es bei einem Defizit von rund 6,3 Millionen Euro. Und auch übernächstes Jahr und 2013 wird eine Finanzierungslücke von weiteren insgesamt 10,2 Millionen Euro klaffen. Ohne das inzwischen verabschiedete Haushaltssanierungskonzept mit Steuer- und Gebührenerhöhungen wären es rund fünf Millionen mehr gewesen.

Steuererhöhungen drohen

„Es wird vermutlich noch bis 2015 dauern, bis die Ertragskraft des Jahres 2008 erreicht wird“, gibt Burghardt zu bedenken. Erst dann wäre auch ein ausgeglichener Haushalt möglich. Bis dahin will er weitere Steuererhöhungen, besonders der Grundsteuer, nicht ausschließen.

Trotz der angespannten Situation investiert die Stadt nächstes Jahr rund 16,4 Millionen Euro. Dickster Brocken sind die restlichen Raten in Höhe von 3,15 Millionen Euro für die Sporthalle an der neuen Philipp-Reis-Schule. Weitere Vorhaben sind die geplante Bezirkssportanlage, der Straßen- und Kanalbau für den Sport- und Gewerbepark und der städtische Anteil an dem Bau des letzten Abschnitts der Entlastungsstraße und die Umgestaltung der Innenstadt.

Allein aus eigenen Mitteln kann die Stadt das nicht stemmen, der Kämmerer ist auf Kredite von rund 12,5 Millionen Euro angewiesen. Dadurch steigt die Verschuldung der Stadt auf 33,9 Millionen Euro. Mit einem Abbau der Schulden rechnet Burghardt erst ab 2012.

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