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Die rote Kampagne

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Von: Andrea Herzig

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Sein Wahlkampfmobil: Karl Heinz Krug will OB werden.
Sein Wahlkampfmobil: Karl Heinz Krug will OB werden. © Martin Weis

SPD-Bürgermeister und OB-Kandidat Krug beginnt seinen Wahlkampf.

Zu übersehen ist er nicht, der rote Wahlkampfpavillon auf Marktplatzhöhe in der Louisenstraße. Die Partei, die auch ihren Neujahrsempfang lieber auf der Straße statt im feinen Ambiente mit geladenen Gästen feiert, stellt die Kampagne für ihren Oberbürgermeisterkandidaten im öffentlichen Raum vor.

Das ist konsequent, aber laut, denn gegenüber vor dem Schaufenster will auch der Straßenmusikant Aufmerksamkeit. An die Straßenkulisse und deren Nebengeräusche hat sich der Kandidat vielleicht schon gewöhnt, auf vielen Straßen und Plätzen Bad Homburg will Krug in den kommenden Wochen unterwegs sein, um seine Wähler zu treffen.

Nun steht er hier mit Ehefrau, der Landtagsabgeordneten Elke Barth, die noch schnell rote Kugelschreiber auf den Stehtischen verteilt, das Power-Paar der Bad Homburger SPD. Einen Tag vor Kampagnenstart ist man noch schnell umgezogen, jetzt geht es in die Vollen mit dem Wahlkampf. Ein paar Helfer knüpfen Luftballons ans Zeltdach. Darauf der Slogan: „Ganz klar Krug“. Transparenz ist das Schlagwort für Krugs Kampf um den OB-Posten: „Klarheit in der Aussage, Wahrheit im Inhalt und Transparenz im Handeln“, erklärt Krug.

Die Inhalte, die die Schlagworte unterfüttern sollen, stehen bereits auf Krugs Homepage, die öffentliche Vorstellung folge bald, sagt Krug. Neben ihm steht ein wichtiges Utensil für den Wahlkampf, ein rotes Fahrrad, mit dem Krug schiebend durch die Fußgängerzone ziehen will. Im Korb eine große Kaffeekanne und Becher. Auf eine Tasse Kaffee soll sich der Wähler mit dem Bürgermeister dann über dessen Wahlziele unterhalten können.

Für ein radlerfreundliche Stadt

Dem zweirädrigen Wahlkampfmobil weist Krug schmunzelnd einen echten Symbolwert zu. Er setze sich für eine radlerfreundliche Stadt und saubere Luft in derselben ein. Er brauche keine PS-Boliden, grinst Krug. Seine Mitbewerber Krug und Hetjes bekommen für den Wahlkampf von einem Homburger Autohändler einen schnittigen Wagen zur Verfügung gestellt.

Zu heißen Wahlkampfzeiten, Krug macht diese ab Mitte Mai aus, will er zusammen mit Mitgliedern der SPD-Fraktion auch in den Stadtteilen mit seinem roten Stand präsent sein. Überall wo’s brennt, will er sich zeigen, zum Beispiel an der Langen Meile auf dem Gelände der geplanten Sporthalle. Dazu kommen Aktionen ab frühmorgens an typischen Pendlerpunkten wie dem Bahnhof oder auch beim Bäcker.

Wahlhelfer hat sich Krug aus Wiesbaden eingeladen. Mit OB Sven Giegerich spricht er am 19.5. um 19 Uhr über hessische Kurstädte. Unter anderem soll es um die Spielbank und das Weltkulturerbe gehen. Zwei Tage vor der Wahl am 14.6. kommt SPD-Landeschef und Fraktionsführer im Landtag, Thorsten Schäfer-Gümbel, nach Bad Homburg. Um 11.30 Uhr steht „TSG“ mit Krug auf dem Marktplatz, später soll ein großes Unternehmen besucht werden.

Den Fragen der Bürger will sich Krug an zwei Podiumsdiskussionen stellen, am 11. Mai um 19.30 Uhr in der Frankfurter Volksbank in der Louisenstraße und am 26. Mai um 18 Uhr im Kurhaus.

Unterstützung bekommt der Kandidat von einer Agentur, einem zehn Mann großen Wahlkampf-Kernteam und rund 100 Helfern drumrum. Weil Krug für eine Partei antritt, zahlt diese den Wahlkampf – und Krug bekommt Spenden, „die ich allerdings im Gegensatz zu Korwisi offenlegen muss“. Support kommt zudem aus der Kreis-SPD. Da zeige sich, so Krug, dass man gut zusammenarbeite.

Seine Wähler sieht Krug in allen Schichten in Bad Homburg, nicht nur bei den angestammten Freunden der SPD. Auch Konservativen werden ihn wählen. Warum sollten diese bei ihm ihr Kreuzchen machen? Weil er eine bessere Finanzpolitik machen werde als Korwisi und mit dem jetzigen OB die nächste Steuererhöhung drohe, steigt der Kandidat dann doch kampfeslustig in die Inhalte ein.

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