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Oberursel

Rock-Talente in der Stadt halten

Sechs Oberurseler Schülerbands messen ihr Können vor Jury und Publikum auf dem Epinay-Platz. Von Desirée Brenner

Von Von Desirée Brenner

Die vierjährige Lisa hält sich die Ohren zu. "Ich glaube, ihr ist es hier zu laut", meint Vater Benno Müller aus Oberursel und trägt seine Tochter lieber ein Stück von der Bühne weg. Mannshohe Boxen, professionelle Technik und die impulsiven, meist rockig-alternativen Töne der Musiker machten den zweiten Schülerband-Contest am Samstag nicht nur laut, sondern vor allem einzigartig.

Circa 500 Leute feierten die sechs Bands auf dem Epinayplatz, die vorher aus den Schulen der Umgebung ausgewählt worden waren.

Auftritt in der Batschkapp

"Wir wollen talentierten jungen Bands ein Forum bieten", so Beate Steinfort-Krailing von der Stadt. Jungen Bands solle unter professionellen Bedingungen die Möglichkeit gegeben werden, ihre eigenen Lieder vorzustellen. Nur einen Coversong darf jede Band spielen. Während der zweite Preis ein kurzer Auftritt in der legendären Frankfurter Batschkapp ist, bleiben die Sieger in Oberursel und dürfen dort auf der zweiten Raiffeisen-Rocknight auftreten.

"Wir wollen Oberurseler Bands in Oberursel behalten", erklärt Steinfort-Krailing. Hier habe man auch Verbindungen, etwa zum Hessentag. Es gehe darum, originelle neue Bands in der eigenen Stadt zu fördern. Nicht nur Bass, Stimme und Akkorde der Bands waren originell. Die Eigenart der Bands spiegelte sich meist schon im Namen wieder. "Open Window Plan" heißt die Band von Robin Bender, 18 Jahre, aus Oberursel. Der Name, so Bender, kam während einer Bandprobe: "Im Proberaum ging das Fenster nicht richtig zu." So finde man ganz entspannt einen kreativen Namen.

"Wir wollen nicht gewinnen", betont Bender. Ziel seiner Band sei es, Menschen mit Musik zu unterhalten. Auf den zweiten Platz rockten sie sich auch ohne viel Ehrgeiz. Die Siegerband "Skiving Mushrooms" hat neben dem nicht minder skurrilen Namen noch eine außergewöhnliche Gründungsgeschichte: "Wir mussten erst alle nach Kroatien fliegen um unsere Band zu gründen", erzählt die 14-jährige Sängerin Vivi De Westenburger. Obwohl alle Mitglieder aus Oberursel stammten, habe man sich erst im Urlaub zufällig kennen gelernt und zu spielen begonnen. Sie versuchten, so De Westenburger, mit ihren Texten "Momente im Leben" festzuhalten.

Das Namensgeheimnis

Mit Erfolg, befanden die fünf Jurymitglieder, von denen einige selbst in bekannten Bands mitwirken. Sie beurteilten die Teilnehmer nach technischem Können, Songwriting, Originalität und Performance. Auch die Stimme der Zuschauer wurde mit 40 Prozent gewichtet.

"K. Pete" aus Oberursel, der in der Gewinnerband Brothorst vom vergangenen Jahr mitgespielt hatte, war dieses Jahr nur als Zuschauer auf dem Contest. Den richtigen Namen, so "K. Pete", "verrate ich trotzdem nicht." Nur seine Familie kenne ihn; das gehöre zum künstlerischem Ausdruck seiner Band. "Der Wettbewerb hat uns wirklich weitergebracht", erzählt er. Seine Band habe nun mehr Aufträge und sei bekannter. Wie bekannt seine Band werden muss, damit er das Geheimnis um seinen Namen lüftet, wollte "K. Pete" nicht verraten.

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