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Der Pulk der U-19-Fahrer biegt auf die Zielgerade ein.

Bad Homburg

Mit Spaß um den Kurpark

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Der Große Preis von Bad Homburg ist ein Klassiker des Radsports in Hessen. Das Radrennen bringt auch schon den Nachwuchs auf die Strecke.

Auch bei der 37. Auflage des Rennen um den Kurpark sind am Sonntag Spitzenfahrer dabei gewesen, allein fünf Starter sind schon bei der legendären Tour de France mitgefahren. Aber auch Hobby- und Nachwuchsfahrer starten in diversen Klassen beim Großen Preis von Bad Homburg. Bei Sonne und 27 Grad können sie auf den Rundkurs am Kurpark gehen.

Peter Rohracker ist als sportlicher Leiter des Rad-Sport-Club Bad Homburg der Organisator des Rennens. Bis zum Start des Hauptrennens ist er rastlos, hat viel zu tun. Doch er ist sehr zufrieden, wie dann später zu hören ist. „Reibungslos“ sei alles von der organisatorischen Seite her abgelaufen. „Außerdem haben wir auch noch hervorragendes Wetter.“ Ausführlich werden die Stars in der Elite-Klasse vorgestellt.

Über hervorragendes Wetter freuen sich Zuschauer und Cheforganisator Rohracker

Neben Degenkolb sind Andreas Schillinger, Robert Wagner, Marcel Sieberg und Andre Greipel die bekanntesten Fahrer. Die Rennen aber sind laut Peter Rohracker in allen Klassen gut besetzt. „Und es sind zwischen 3000 und 4000 Zuschauer zum Kurpark gekommen“, darüber freue er sich ganz besonders.

Einer, der am Straßenrand eifrig mitfiebert, ist Daniel Gentzik aus Fulda. Der Familienvater begleitet zwei seiner Sprösslinge an den Start. Die jüngste Tochter schaukelt er auf dem Gehweg im Kinderwagen in einen sanften Schlummer. „Meine Frau hat heute mal einen ruhigen Tag“, sagt Daniel Gentzik lachend.

Sein Sohn Louis, Jahrgang 2006, ist schon ein Routinier in seinem Verein, dem RSV Fulda. Und fährt in seiner Klasse auch heute am Kurpark vorne mit.

Bratwurst nach dem Rennen

Seine jüngere Schwester Isabel will beim „Fette-Reifen-Rennen“ starten. Dabei fahren die jungen Teilnehmer auf Mountain-Bikes an der Zielgeraden auf und ab. Der Wendepunkt an der Absperrung ist nicht weit weg, so können die Eltern ihre Schützlinge auf der Strecke stets im Blick behalten. Das Rennen in Bad Homburg gefällt Daniel Gentzik gut. „Nicht so eng wie in Frankfurt“, sei es, sagt er mit Blick auf die Jugendrennen in der nahen Metropole. Schnelle Zeiten werden aber auch in Bad Homburg gefahren, der Tempo-Schnitt bei den Unter-Elfjährigen liegt in der Spitze bei immerhin 32 Stundenkilometern.

Allerdings, so Vater Gentzik, gehe es in Bad Homburg eher um den Spaß am Fahren, der auch nicht zu kurz kommen dürfe. „Mit hohem Leistungsdruck erreicht man bei seinem Kind gar nichts“, sagt er. Ehrgeizige Überväter, die mehr Trainer als Papa sind, seien ihm ein Graus.
Was Gentzik am Radsport besonders mag: „Es geht sehr fair zu, verglichen etwa mit Fußball.“ Dafür aber sei auch ein hohes Trainingspensum auf dem Rad nötig. Dreimal pro Woche trainiere der ambitionierte Nachwuchs schon, legt dabei pro Einheit ungefähr 50 Kilometer auf dem Rennrad zurück.

Der Kurpark wird am Renntag für viele der jungen Radsportler zum Fahrerlager, nach getaner Arbeit auf der Strecke gibt es Rostbratwurst und Pommes für den Nachwuchs. Für einige gar geht es auf die geschmückte Bühne zur Siegerehrung, wo auch kleine Preisgelder winken. Aber vor allem Spaß hatten sie letztlich alle auf der Strecke.

Informationen und Ergebnisse zum Rennen gibt es online auf der Homepage des Radsportclubs Bad Homburg: rsc-bad-homburg.de.

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