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Klangobjekt, Klasse 9aG  der Gesamtschule am Gluckenstein.
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Klangobjekt, Klasse 9aG der Gesamtschule am Gluckenstein.

"Kunst an Schulen"

Reise in Amélies Welt

Der Hochtaunuskreis vergibt zum ersten Mal einen Kunstpreis für Schulen. Die Gewinner bei der Premiere sind zwei Schulen aus Bad Homburg und eine aus Oberursel.

Von Anton J. Seib

Amélie ist unterwegs, die auf den Spiegel geschriebene Botschaft verrät es. Und doch ist sie allgegenwärtig. „Amélie ist ein Teil von uns geworden“, sagt Lara Schuster. Und ist doch nur in den Köpfen der 13 Humboldtschüler existent. „Unterwegs in Amélies Welt“ ist eine Installation des Leistungskurses Kunst der Humboldtschule in Bad Homburg – und ein Spiel mit der Fiktion. Das begehbare Kunstwerk hat einen der ersten Preise der Ausstellung „Kunst an Schulen“ gewonnen. Die Ausstellung ist bis zum 6. März in der Galerie Artlantis zu sehen.

Die Aufgabe von Kunstlehrerin Inken Dietrich klang einfach. Die Schüler sollten Spielzeugfiguren auf Reisen schicken und 13 fiktive Reisetagebücher verfassen. Und daraus sollten die jungen Leute ein Kunstwerk machen. „Am Anfang war die Idee mit dem Bücherregal“, sagt Mathieu Schnitzer. Assoziativ haben die Schüler die Idee weiterentwickelt, kamen auf die Kinofigur Amélie, die im Film einen Gartenzwerg in die Welt entsendet und Briefe schreiben lässt. Die Möbel und Accessoires besorgte Yasmin Ulrich aus dem Familienkreis. Und allmählich entstand die Rauminstallation, die jetzt zu sehen ist.

Es war Teamarbeit, darauf legen die Schüler Wert. Jeder machte Vorschläge, brachte Ideen ein. „Wir waren alle bereit zurückzustecken“, sagt Katharina Wassum. Und sie konnten tun, was Schule sonst kaum anbietet: „Bei dem Projekt ging es auch viel um Spielen“, so Inken Dietrich.

Die Ausstellung Kunst in Schulen hat eine lange Tradition im Hochtaunuskreis. Zum ersten Mal aber hat die Johann-Isaak-von Gerning-Stiftung des Kreises Preise ausgelobt. „Sie sollen einen zusätzlichen Motivationsschub bringen“, sagte Landrat Ulrich Krebs am Freitagabend bei der Vernissage in der proppenvollen Galerie Artlantis.

„Wir sind hier schon privilegiert“, würdigt Inken Dietrich das Engagement des Kreises. Während ihrer früheren Tätigkeit an Frankfurter Schulen hatte sie andere Verhältnisse vorgefunden. Dabei sei Kunst für die Entwicklung junger Menschen wichtig. „In jedem Beruf muss man ständig an der Lösung von Problemen arbeiten, da ist Kreativität gefragt“, sagt sie.

Objekte und Installationen dominieren die Ausstellung, an der sich 13 Schulen beteiligen. Da sind die fantastischen Gefährte für die Traumreise der Klasse 9c der Maria-Wardschule in Bad Homburg, die Klangcollage von Schülern der Gesamtschule am Gluckenstein oder die Mini-Ateliers berühmter Künstler, die Humboldtschüler bei einem Kunstgeschichte-Projekt der Klasse 5a in Schuhkartons gebaut haben.

„Die Qualität ist gut“, so das Urteil von Brigitte Mayr (Königstein) vom Verband Hessischer Jugendkunstschulen. Sie gehörte neben Jonas Leihener von der Städelschule Frankfurt und der Kunsthistorikerin Esther Walldorf vom Artlantis-Beirat der Jury an. Die Gewinner der ersten Preise erhielten jeweils 500 Euro, für die zweiten Plätze gab es Einkaufsgutscheine für Künstlerbedarf im Wert von 250 Euro. Außerdem wird der Hochtaunuskreis wieder einige Schülerarbeiten für seine Kunstsammlung aufkaufen.

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