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Oberursel

Rathaussanierung wird doppelt so teuer

Oberursel: Bürgermeisterin Runge will Entscheidung bis zum Jahresende.

Fast könnte man den Eindruck bekommen, dass die Kosten für die Rathaussanierung wöchentlich steigen. Denn inzwischen stehen sogar 30 Millionen für das Gesamtprojekt im Raum. Als die Sanierung 2020 beschlossen wurde, ging man von rund 14 Millionen Euro aus.

Bürgermeisterin Antje Runge (SPD) nennt verschiedene Gründe dafür. So sei die Grundlage für den Beschluss im vergangenen Jahr zunächst eine Machbarkeitsstudie gewesen. Die intensiveren Vorplanungen durch den Bau & Service Oberursel hätten in der Zwischenzeit einen höheren Sanierungsbedarf ergeben. So sei die Fassade nicht so tragfähig wie ursprünglich angenommen. Für die geplante energetische Sanierung bedeute das: „Die Fassade muss komplett erneuert werden, was natürlich einen riesigen Kostenfaktor bedeutet“, erklärt Runge.

Zudem sei in den ursprünglichen Kostenangaben unter anderem die jährliche Baupreissteigerung von etwa fünf Prozent noch gar nicht einkalkuliert gewesen. Hinzu komme an dieser Stelle die aktuelle Dynamik bei den Rohstoff- und Materialpreisen, deren weitere Steigerung noch nicht absehbar sei. Nicht zu vergessen, dass auch die noch vorzunehmenden Ausschreibungen der einzelnen Gewerke eine finanziell wenig erfreuliche Überraschung liefern könnten. „Bei den Firmen sind die Auftragbücher im Moment voll; das wird sich auf die Preise auswirken, die dann aufgerufen werden“, prophezeit die Bürgermeisterin.

Vor diesem Hintergrund habe sie umgehend die politische Diskussion angestoßen. „Jetzt geht es darum, dass wir schnell in zielgerichtete Gespräche kommen“, sagt Runge und hat auch schon einen Zeitplan im Kopf. Nach intensiven Sondierungen mit Fachleuten und den politischen Akteuren strebt sie eine Entscheidung über das weitere Vorgehen bei der Rathaussanierung bis zum Jahresende an. „Das Signal muss lauten, dass wir schnell handeln“, und das, so Runge weiter, ohne es an Transparenz fehlen zu lassen, auch wenn zunächst in den Gremien, wie in dieser Woche im Bau-, Umwelt- und Klimaausschuss und im Haupt-, Finanz- und Digitalisierungsausschuss, die Diskussion möglicherweise nicht öffentlich laufen wird.

Bei der Neubewertung der Sanierung müssten viele Aspekte in den Blick genommen werden. „Wir müssen uns fragen, was die Kostensteigerung für unseren finanziellen und städtebaulichen Handlungsspielraum bedeutet.“

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