Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Rathaus Bad Homburg.
+
Rathaus Bad Homburg.

Bad Homburg

Rathaus zu verkaufen

Die Stadt Bad Homburg will ihr unansehnliches Domizil loswerden und liebäugelt mit einem Neubau. Falls sie keinen Käufer findet, muss sie die Bausünde aus den 1980er Jahren sanieren.

Die altehrwürdige Kurstadt Bad Homburg verfügt über eine Reihe sehr ansehnlicher historischer Gebäude. Das Rathaus der Stadt gehört nicht dazu. „Aus städtebaulicher Sicht ist das Rathaus ein Fremdkörper in der Innenstadt“, gesteht Oberbürgermeister Michael Korwisi (Grüne). Eine anstehende Sanierung will die Stadt nun am liebsten dazu nutzen, das Gebäude ganz loszuwerden.

In Zeitungsannoncen bietet der Magistrat daher derzeit ein „Büro- und Geschäftsgebäude mit 4400 Quadratmetern Grundstück, sowie öffentlicher Tiefgarage, in zentraler Innenstadtlage" an. Als Referenz müssen Interessenten allerdings ein vergleichbares Projekt angeben, bei dem das Gesamtinvestitionsvolumen „mindestens 20 Millionen Euro betrug“, heißt es in der Anzeige, in der die Stadt zusätzlich mit „Champagnerluft und Tradition“ für sich wirbt. Der Rahmenplan der Stadt sieht eigentlich eine Sanierung des 1981 errichteten Gebäudes vor. Die Fassade muss gedämmt, Haustechnik und Brandschutz müssen verbessert werden. Dafür sind 23 Millionen Euro veranschlagt. Doch da zusätzlich noch Mietkosten für ein Ausweichquartier für die rund 300 städtischen Mitarbeiter anfielen, erwägt die Stadt nun einen kompletten Verkauf.

Entscheidung im Herbst

Bis zum 29. April können sich Interessenten melden. Bieter, die laut Stadtverwaltung „ein wirtschaftliches und tragfähiges Angebot erwarten lassen“, werde die Kommune dann bis Ende Mai zur Abgabe eines Angebotes auffordern. Bis zum Herbst soll dann die Entscheidung fallen, ob die Stadt ihr Rathaus verkauft oder saniert. Oberbürgermeister Korwisi befürwortet einen Neubau im Hof der Bundeswertpapierverwaltung. Es wäre nicht der erste Umzug für die städtischen Mitarbeiter in der jüngeren Vergangenheit, denn der Standort des Rathauses hat in Bad Homburg keine Tradition. Erst 1996 mussten die Mitarbeiter ihre Sachen packen, da das Stadthaus am Marienbader Platz abgerissen wurde. Die Stadt hatte das Gebäude, das sie nun wieder loswerden will, seinerzeit für rund 60 Millionen Mark gekauft. Sollte sich ein potenter Investor finden, stünde der nächste Umzug an. Falls die Stadt auf dem Gebäude sitzen bleibt, will sie die städtebauliche Sünde aus den 1980er Jahren im Zuge der Sanierung zumindest oberflächlich beseitigen. „Es böte sich die Chance, diese Situation im Zuge der Arbeiten an der Fassade zu verbessern“, verspricht der Bad Homburger Oberbürgermeister. (dapd)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare