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Rallye startet am Kurhaus

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Von: Fabian Böker

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Der BMW von 1975 ist „Botschafter Bad Homburgs“.
Der BMW von 1975 ist „Botschafter Bad Homburgs“. © Michael Schick

Bad Homburgs Geschichte ist reich an Veranstaltungen im Motorsport. Nun kommt ein weiteres Kapitel hinzu: Zum ersten Mal ist die Stadt Startort für die Rallye Monte Carlo Historique.

Bad Homburg und Motorsport, das gehört zusammen. Die Geschichte der Stadt ist reich an entsprechenden Veranstaltungen, am kommenden Freitag wird ein weiteres Kapitel geschrieben. Zum ersten Mal ist die Stadt Startort für die Rallye Monte Carlo Historique. Wenn ab 12 Uhr vor dem Kurhaus die Rennwagen an den Start gehen, kommen Erinnerungen an vergangene Tage hoch.

Pünktlich zur Mittagsstunde soll sich die Startflagge senken. Im Minutentakt werden dann insgesamt 74 Fahrzeuge über die Rampe vor dem Kurhaus rollen. Ihr Ziel: Monte Carlo, die Stadt im Zwergstaat Monaco. Die Fahrt dahin wird aber nicht auf direktem Weg absolviert, es gibt einige Zwischenstationen. Nach rund 1077 Kilometern sammeln sich alle Starter in Saint-André-les-Alpes, bevor es auf weitere rund 163 Kilometer nach Monte Carlo geht.

314 Teilnehmer angemeldet

Dort sollen 314 Teilnehmer ankommen, die sich in diesem Jahr angemeldet haben. Das sind fast drei Mal so viele wie am vergangenen Woche bei der modernen Rallye Monte Carlo, die Auftakt der diesjährigen WM-Saison war.

Neben den 74 Autos mit Startort Bad Homburg haben die Teilnehmer Anreisen aus Barcelona, Oslo, Glasgow und Reims hinter sich. Diese Sternfahrt war viele Jahre auch fester Bestandteil der Rallye Monte Carlo, so dass Bad Homburg von 1977 bis 1997 stets einer der Startorte war. Initiator war der 2011 verstorbene Bad Homburger Motorjournalist und Zeitungsverleger Helmuth Bernecker.

1998 änderte die FIA, der internationale Dachverband des Automobils, die Regularien, es gab nur noch einen Startort. Bad Homburg war damit aus dem Rennen, stellte aber – so auch im vergangenen Jahren – des Öfteren eine Zwischenetappe dar, auf der eine Zwischenkontrolle der in Skandinavien oder Warschau gestarteten Autos stattfand.

Für die historische Version der Rallye galt die Aufhebung der Sternfahrt nicht, aus diversen europäischen Metropolen machten sich die Fahrer in den vergangenen Jahren auf den Weg. Jörg Hölzer, Vorsitzender der Bad Homburger Aktionsgemeinschaft, und Günter Krause, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes Hochtaunus, sind seit Jahren begeisterte Rallye-Fahrer und bereits vierfache Teilnehmer des historischen Rallye. Sie führten zahlreichen Gespräche mit dem Automobilclub von Monaco, der das Rennen ausrichtet. Im Mai 2015 kam die Zusage.

Automobilclub von Deutschland übernimmt Organisation

Neben der Aktionsgemeinschaft ist es vor allem der Automobilclub von Deutschland, der die Organisation in Bad Homburg übernimmt. Weitere Akteure sind die Stadt Bad Homburg, die Kur- und Kongress-GmbH, die Spielbank, das Maritim-Hotel und das Autohaus B&K.

In ihrer Niederlassung in Ober-Eschbach werden am Donnerstag die Startnummern vergeben und GPS-Daten verteilt, bevor es zu einem Empfang für die Fahrer in der Spielbank geht. Dabei sind auch die Starter aus Oslo, die in Bad Homburg einen Zwischenstopp einlegen.

Den 74 Fahrzeugen ist eines gemeinsam: Ihr Typ muss bei einer der Monte-Carlo-Rallyes zwischen 1955 und 1980 mitgefahren sein. Besucher können beim Start am Freitag also etwa einen Opel Kadett GT/E mit dem Baujahr 1978 bestaunen. Der Oldie mit der Startnummer 3 wird von Jose Lareppe aus Belgien gelenkt, der schon dreimal die Historique-Rallye gewonnen hat. Auch der mehrfache deutsche Rallyemeister Matthias Kahle tritt an. Mit der Nummer 200 ist erneut der orangefarbene BWM BMW 2002ti gemeldet, der als „Botschafter Bad Homburgs“ ins Rennen gehen wird. Zum fünften Mal wird ihn Günter Krause steuern.

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