Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Eva Bablick-Hoffmann  befürchtet,   dass  Helfer abspringen, wenn die Psychiatrie  in  Homburg ist.
+
Eva Bablick-Hoffmann befürchtet, dass Helfer abspringen, wenn die Psychiatrie in Homburg ist.

Waldkrankenhaus Köppern

Psychiatrie-Umzug nicht in Sicht

Seit 2009 steht der Umzug des Köpperner Waldkrankenhauses nach Bad Homburg auf der Agenda. Ob es aber dazu kommt, wird jedoch zunehmend fraglich.

Von Klaus Nissen

„Da sind die verschiedensten Gespräche im Gange. Es gibt noch kein Ergebnis“, sagte am Dienstag Martina Garg, Pressesprecherin des landeseigenen Krankenhausträgers Vitos.

Auf dem weitläufigen Gelände in Köppern werden seit mehr als hundert Jahren jeweils bis zu 108 Menschen mit akuten psychischen Problemen betreut – die meisten aus dem Hochtaunuskreis. Der Vitos-Aufsichtsrat will, dass die Patienten künftig auf dem Gelände der neuen Hochtaunuskliniken am Rande Bad Homburgs unterkommen. Denn Suchtkranke und ältere Menschen mit psychischen Problemen seien oft auch medizinisch behandlungsbedürftig, so Martina Garg. Es sei inzwischen üblich, Psychiatrien an Allgemein-Krankenhäuser anzudocken. Schon jetzt unterhält das Waldkrankenhaus im Altbau des Hochtaunusklinikums eine Tagesklinik mit 25 Plätzen.

Warum die neue Psychiatrie in Bad Homburg noch nicht besiegelt wurde, ist unklar. Der Hochtaunuskreis hält am Kronenhof genug Gelände bereit. Vielleicht liegt es am fehlenden Geld. Der auf 20 Millionen Euro taxierte Neubau müsste aus dem Etat des hessischen Sozialministeriums bezahlt werden. Dessen stellvertretende Sprecherin Gesa Krüger sagt: Die Psychiatrie wäre in Bad Homburg gut aufgehoben. Aber: „Eine konkrete Umsetzung der Planung für Bad Homburg ist noch nicht abschließend geprüft.“

Die jahrelange Hängepartie findet der Betriebsratsvorsitzende Niels Möbes unbefriedigend. Im Namen der 250 Beschäftigten fordert er: „Wir wollen Klarheit, wo es hingeht.“ Möglichst bald brauche die Klinik moderne Gebäude. Billiger als der Neubau in Bad Homburg wäre laut Möbes die Erneuerung in Köppern. Den Bettentrakt aus den Vierzigerjahren könnte man abreißen und durch einen Neubau ersetzen.

Die Belegschaft hatte sich schon 2009 für das Bleiben in Köppern ausgesprochen. Zwischen der Autobahn und dem Bad Homburger Landratsamt wären die Patienten zu isoliert, meint auch Eva Bablick-Hoffmann, Sprecherin der „Laienhilfe Miteinander“. Die Patienten bräuchten viel Kontakt zu Menschen und zum Alltag außerhalb der Klinik, und der Standort in Bad Homburg wäre ihr zu abgelegen.

Im Köpperner Klinik-Festsaal organisiert die rund 20-köpfige Gruppe „Laienhilfe“ zur Kontaktpflege an zwei Samstagen im Monat Kaffeenachmittage, die von den Kirchen finanziert werden. Um noch mehr externes Publikum anzulocken, organisieren Bablick-Hoffmann und ihre Mitstreiter künftig einmal im Monat auch ein Kulturcafé am Emil-Sioli-Weg. Zum Auftakt spielt am 12. März ab 14.30 Uhr ein sechsköpfiges Klezmer-Ensemble unter der Leitung von Sabine Döll von „Klezmers Techter“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare