1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Hochtaunus

90 Prozent in der CDU für Banzer

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Jürgen Banzer kam bei der Wahl 2009 auf 52,9 Prozent der Stimmen.
Jürgen Banzer kam bei der Wahl 2009 auf 52,9 Prozent der Stimmen. © Sascha Rheker

Ex-Staatsminister Banzer tritt bei der Landtagswahl für die CDU an.

Für die CDU in Hessen ist der Hochtaunuskreis bei Wahlen stets eine sichere Bank. Als stärkste Partei holt sie regelmäßig und zuverlässig die Direktmandate. Jürgen Banzer lautet seit Jahren der Name, der für diesen Erfolg steht. Für 52,9 Prozent Wählerstimmen sorgte er bei der Landtagswahl 2009, nun soll er es wieder richten. Die Parteifreunde haben ihn am Freitagabend im Bürgerhaus zu Falkenstein als Bewerber im Wahlkreis 24 für die Hessen-Wahl im September nominiert.

Einen Gegenkandidaten hatte der Spiritus Rector der CDU Hochtaunus nicht, die Zustimmungsquote war hoch wie in Banzers besten Tagen als unangefochtene Nummer eins der Christdemokraten. Nach einer knapp 40-minütigen programmatischen Rede zu Themen der Landes- und Bundespolitik und artigem Beifall der Basis votierten 82 der anwesenden 90 Delegierten für den Parteivorsitzenden, acht kreuzten das Nein auf dem Wahlzettel an. Dies entspricht einer Zustimmung von etwa 90 Prozent.

Eloquenter Banzer

Für den 57-jährigen Rechtsanwalt Banzer aus Oberursel war es ein besseres Ergebnis als zuletzt bei den Wahlen des Kreisvorstands. 2010 wollten ihn nur zwei Drittel der Unionsfreunde weiterhin als ihren Vorsitzenden sehen, 2012 waren es 74 Prozent. Zur Ersatzkandidatin wurde die ehrenamtliche Kronberger Kreisbeigeordnete Regina Sell (56) gewählt. Sie bekam 61 von 82 abgegebenen gültigen Stimmen. Zum Wahlkreis 24, Hochtaunus II, gehören Oberursel, Kronberg, Königstein, Steinbach, Schmitten, Glashütten und Weilrod.

Mit Jürgen Banzer schickt die CDU Hochtaunus zum wiederholten Mal ihren profiliertesten Politiker in den Landtagswahlkampf. Schon 1984 war er Mitglied des CDU-Landesvorstands, in den Kreistag zog er 1991 ein, fast 15 Jahre war er Landrat im Hochtaunuskreis, ehe er 2005 einen großen Sprung auf der Karriereleiter machte. Unter Roland Koch wurde er Justizminister, ab 2008 führte er auch das Kultusministerium, bis nach Kochs Abgang im umgebildeten Kabinett von Ministerpräsident Volker Bouffier kein Platz mehr für den eloquenten Banzer war.

Wer die Hochtaunus-CDU im Wahlkreis 23, Hochtaunus I, vertritt, wird am 1. März in Usingen entschieden. Auch dort gibt es nur einen Kandidaten, es ist erneut Holger Bellino (54), der als direkt gewählter Abgeordneter bereits seit 2003 einen Sitz im Wiesbadener Landtag hat. (jüs.)

Auch interessant

Kommentare