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Martina Propson-Hauck ist Redakteurin der FR in Bad Homburg.
Martina Propson-Hauck ist Redakteurin der FR in Bad Homburg. © FR/Fickert

Seit dem Dienstantritt von OB Korwisi war es seltsam friedlich geworden im Bad Homburger Stadtparlament. Doch jetzt hat der Kommunalwahlkampf begonnen. Von Martina Propson-Hauck

Von Martina Propson-Hauck

Nun hat der Kommunalwahlkampf also begonnen. Seit dem Dienstantritt des Grünen-OB war es seltsam friedlich geworden im Bad Homburger Stadtparlament. Alle bemühten sich um größtmögliche Konsenslösungen. Kein Eklat, kaum Konflikte. Die CDU musste zusehen, wie der neue OB tatkräftig alle Baustellen in der Stadt anpackte, die unter CDU-Bürgermeisterin Ursula Jungherr nur allzu lang Dauerbaustellen gewesen waren. Etwa die Neugestaltung des Bahnhofs und des gesamten Bahnhofsumfelds. Kaum war Korwisi im Amt, meldete sich die CDU mit der Idee für einen Masterplan zurück an die Schaltstellen der Stadtpolitik.

Doch statt auf Widerstand zu treffen, stieß sie beim neuen OB auf offene Ohren. Er arbeitete ein Konzept aus, das mit seinen Vorstellungen von Bürgerbeteiligung und Vertrauen in die Fähigkeiten der eigenen Verwaltung zu vereinbaren war. Jetzt stellt sich die Koalition quer. Dauerkonsens schadet dem eigenen Profil, das ist wohl unbestritten.

Ob die politischen Unterschiede den Bürgern aber gerade bei einem so abstrakten Thema wie dem Masterplan zu vermitteln sind, bleibt fraglich. Denn schließlich geht es dabei doch darum, die Zukunft der Stadtgesellschaft unter größtmöglicher Beteiligung derselben zu entwerfen. Dazu braucht es außer fundierter Daten und mutiger Visionen vor allem auch ein Höchstmaß an Konsens.

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