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Probleme mit dem Bauhof

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Weil bei den Ausschreibungen nicht alles glatt ging, verzögert sich der Bau des neuen Bauhofs an der Färberstraße. Beheizt werden sollen die Gebäude mit Holz. Von Anton J. Seib

Von Anton J. Seib

Auch das gibt es in Zeiten der Krise: Weil sich auf die bundesweite Ausschreibung für die Sanitäreinrichtungen kein Handwerker meldete, verzögert sich der Bau des neuen Friedrichsdorfer Bauhofs um etwa vier Wochen. Gestern wurde auf der Baustelle Richtfest für das 2,7 Millionen Euro teure Projekt gefeiert - ohne obligatorisches Bäumchen und Richtspruch. Denn die Zimmerleute sind bereits abgerückt, das Dach ist gedeckt. "Wir drücken aufs Tempo, damit der Bauhof Ende des Jahres bezogen werden kann", sagte gestern Baustadtrat Norbert Fischer (CDU),

Seit Oktober 2009 wird auf dem Gleisdreieck an der Färberstraße auf der 8900 Quadratmeter großen Fläche gebaut. Es entsteht eine Fahrzeug- und Gerätehalle, die Stahlkonstruktion soll in drei Wochen fertig sein.

Der Rohbau des kombinierten Werkstatt- und Verwaltungsgebäudes ist schon fertiggestellt. Der Innenausbau beginnt noch im Juni. Auch bei den Ausschreibungen dafür gab es Komplikationen. Die Firma mit dem besten Gebot für die Elektroarbeiten hielt der Überprüfung durch die Oberfinanzdirektion nicht stand. Wegen diverser Verfehlungen dürfen keine öffentlichen Aufträge an das Unternehmen vergeben werden. Deshalb musste neu ausgeschrieben werden.

Im Dachgeschoss findet das städtische Archiv eine neue Heimat. Der Wertstoffhof wurde wurde ausgelagert und ist jetzt in der verlängerten Färberstraße gegenüber dem Industriegebiet an der Max-Planck-Straße angesiedelt. Und in das neue Werkstatt- und Verwaltungsgebäude ziehen auch die städtischen Waldarbeiter um. "Sie beziehen dort ihren Schlechtwetterarbeitsplatz", sagt Revierförster Hans-Georg Sommer.

Beheizt werden die Gebäude mit einer Holzhackschnitzel-Anlage, als Brennstoff dient auch Häckselgut von der städtischen Grünkolonne. Auf das Dach werden Sonnenkollektoren montiert, ebenso wird eine Anlage zur Brauchwassernutzung gebaut. Für die Speicherung des Regenwassers entsteht eine 150 Kubikmeter fassende Zisterne. Aus ihr soll bei Bedarf auch das Feuchtgebiet "Entenpfuhl" im Spiewald gespeist werden.

Finanziert wird der Neubau größtenteils aus dem Verkauf des alten Bauhofs-Areals an die Firma Peiker, die dort erweitert hat. Erster Stadtrat Fischer sieht in dem Neubau angesichts der Diskussion um eine engere Zusammenarbeit mit Nachbarstädten auch das Bekentnnis der Stadt zum eigenen Bauhof. Fischer: "Das war die richtige Entscheidung."

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