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Im Kurpark stehen entlang der Brunnenallee verschiedene historische Bänke zum Probesitzen bereit.
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Im Kurpark stehen entlang der Brunnenallee verschiedene historische Bänke zum Probesitzen bereit.

Kurpark Bad Homburg

Probesitzen auf historischen Bänken

Zum Ausruhen beim Spaziergang oder zum Sonne tanken, eine Parkbank ist ein Plätzchen zum Verweilen. Im Kurpark Bad Homburg soll nun jeder historische Abschnitt sein eigenes historisches Bankmodell erhalten. Die Anwohner dürfen schon mal Probesitzen.

Von Martina Propson-Hauck

Eine Bank ist eine Bank, ist eine Bank? Weit gefehlt. Um die 150 davon stehen im Kurpark. Wie viele es ganz genau sind, darüber gehen die Schätzungen auseinander: „Mehrere Hundert“ schätzt der Oberbürgermeister, „höchstens 50“ ein Mitarbeiter der Kurgesellschaft.

Ganz sicher ist: Seit Donnerstag stehen sechs funkelnagelneue Sitzbänke entlang der Brunnenallee. Drei verschiedene Bankmodelle sollen dort in den nächsten Tagen Spaziergänger zum Probesitzen einladen. Denn eine Bank soll ja nicht nur gut aussehen, sondern auch zum Verweilen animieren, Gesäß und Rücken dabei möglichst nicht malträtieren. Erholung und Muße soll sie ermöglichen sowie bei strahlendem Sonnenschein auch den kleinen Imbiss in der Mittagspause.

Zur Auswahl stehen nun die modernen Nachbauten dreier historischer Modelle: Die schlichte „Astholzbank“ wurde von der Mitte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts verwendet, Modell „Klassische Parkbank“ stand in weiß und naturfarben zwischen 1900 und 1910 im Bad Homburger Kurpark, und das Modell „Promenadenbank“ tat in der Zeit zwischen 1920 und 1930 in weiß beste Dienste.

Für jede Epoche eine Bank

Die Arbeitsgruppe, die gegenwärtig das sogenannte Kurparkpflegewerk für die Stadt erstellt, will alle Modelle in ihrem natürlichen Umfeld in Augenschein nehmen und natürlich selbst probesitzen. Zur charakteristischen Ausstattung des historischen Parks gehöre nun einmal auch die Ausstattung mit Bänken, die den jeweiligen historischen Entwicklungsphasen entsprechen, sagt OB Michael Korwisi.

Die bislang im Park verteilten Bänke waren praktisch, gut und preiswert, ließen jedoch jeglichen historischen Bezug vermissen. Der heutige Kurpark ist das Ergebnis historischer Entwicklungsphasen: Der Kern der grünen Lunge entstand ab 1854 nach Plänen des preußischen Gartendirektors Peter Joseph Lenné.

Zwischen 1881 und 1930 pflegten und formten die Frankfurter Gartenkünstler Heinrich und Philipp Siesmayer den Park. Der schon 1842 entstandene Kurhausgarten erhielt um 1912 seine endgültige Struktur. 1913 erst wurde der Kaiser-Wilhelm II.-Jubiläumspark als Erweiterung angelegt.

Den Entstehungsepochen bestimmter Parkteile sollen künftig auch die entsprechenden Bänke zugeordnet werden. Die ersten werden bald rund um den sanierten Schwanenteich aufgestellt.

Wer sein persönliches Urteil über die Sitzqualitäten der jetzt probeweise aufgestellten Bänke gern gewürdigt wissen will, kann seine Eindrücke per E-Mail an die Stadtverwaltung kundtun: pressestelle@bad-homburg.de

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