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Oberursel - Blick über die Altstadt mit der Sankt Ursula-Kirche.
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Oberursel - Blick über die Altstadt mit der Sankt Ursula-Kirche.

Wohnen in Oberursel

Preissprung bei Immobilien in Oberursel

  • Torsten Weigelt
    VonTorsten Weigelt
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Die Preise für Grundstücke und Immobilien steigen in Oberursel kräftig an. Käufer verlegen sich deshalb auf B-Lagen und Bestandswohnungen.

Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. In den vergangenen beiden Jahren sind die Preise für Grundstücke und Wohnimmobilien in Oberursel noch einmal kräftig angestiegen. Das zeigen die neuesten Zahlen, die der Gutachterausschuss für Immobilienwerte nun vorgelegt hat. Demnach kosten unbebaute Wohnbau-Grundstücke im Schnitt 922 Euro pro Quadratmeter. Das sind 17 Prozent mehr als bei der letzten Berechnung der Bodenrichtwerte 2016. Wobei die Preise in den bislang weniger begehrten Ecken der Stadt mit einem Plus von 30 Prozent einen besonders großen Sprung gemacht haben; hier kostet der Quadratmeter im Schnitt nun 671 Euro. „Viele Bauträger kommen wegen des geringen Angebots nur noch in diesen Lagen zum Zug“, erklärt der Vorsitzende des Gutachterausschusses, Lothar Hecker. Allerdings wird der Bau bezahlbarer Wohnungen dadurch noch weiter erschwert.

Ähnlich gestaltet sich die Entwicklung bei den Eigentumswohnungen. Insgesamt sind die Preise in diesem Segment um acht Prozent gestiegen. Allerdings war das Plus bei den Bestandswohnungen doppelt so hoch wie bei neu gebauten Domizilen. In Zeiten hoher Mieten und niedriger Zinsen entschieden sich viele Haushalte offensichtlich dafür, eine „gebrauchte Wohnung“ zu kaufen, erklärt Hecker dieses Phänomen. Allerdings führe der Run auf die Bestandswohnungen gleichzeitig zur Verknappung des Angebots und dadurch letztlich auch zu weiter steigenden Mieten. „Ein Ende dieser Preisentwicklung ist noch nicht absehbar.“ 

Um gegenzusteuern, müsse man „an allen Schrauben drehen“, empfiehlt der Vorsitzende des Gutachterausschusses. In erster Linie gelte es aber, zusätzliches Bauland auszuweisen. „Wenn man niedrigere Preise haben will, muss man das Angebot erhöhen.“ 

Darum bemühe sich die Politik ja auch, betonte Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD). Die schwarz-rote Koalition hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2021 insgesamt 1000 neue Wohnungen in Oberursel zu schaffen, davon 300 im preiswerten Segment mit einer Grundmiete unter zehn Euro pro Quadratmeter. Jüngst hatte Brum eine Liste mit 16 Projekten und zusammen 800 Wohnungen präsentiert, die sich allerdings in einem unterschiedlichen Stadium der Realisierung befinden. Es herrsche ein großer „Bevölkerungsdruck“ auf Oberursel, so Brum. Allerdings gebe es auch eine Menge Widerstände, zumal sich die Stadt bemühe, ihre Wohnungsbauinitiative möglichst flächensparend umzusetzen. „Viele reagieren mit Skepsis, wenn in der Nachbarschaft gebaut wird.“

Insgesamt sind 2017 in Oberursel für Immobilientransaktionen 294 Millionen Euro über den Tisch gewandert, fast 100 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Dabei sei die Anzahl der Verkäufe nahezu gleich geblieben, berichtet Lothar Hecker. Bei Gewerbeimmobilien bewegten sich die Preise trotz hoher Nachfrage auf dem Niveau der Vorjahre.

Für seinen aktuellen Bericht hat der Gutachterausschuss mehr als 500 Verträge von Immobiliengeschäften ausgewertet. Die Bodenrichtwerte ermittelt der Ausschuss alle zwei Jahre. Sie dienen als Grundlage zur Ermittlung des Verkehrswerts und zur Besteuerung von Grundstücken. 

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