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PPR-Tunnel kostet bis zu 39 Millionen

Bad Homburg SPD schlägt Stadt Ansparen vor

Von KLAUS NISSEN

Nach gut 30-jähriger Debatte ist nun unklar, ob und wie der PPR-Tunnel finanziert werden kann. Er wird nämlich mehr als doppelt so teuer wie geplant. Das teilte Oberbürgermeisterin Ursula Jungherr (CDU) den Fraktionsvorsitzenden nach einer Prüfung des Projekts durch Experten mit.

Auf 3,5 Millionen Euro schätzte man einst die Baukosten des Tunnels unter der PPR-Kreuzung. Im Sommer war dann von zwölf Millionen die Rede. Der Bund hatte die Übernahme von 47 Prozent der Kosten zugesagt, sagte gestern der SPD-Fraktionsschef Waldemar Schütze. Jeweils drei bis vier Millionen wollten der Hochtaunuskreis und die Stadt teilen, damit ab Mitte des nächsten Jahrzehnts die Pendler aus dem Hintertaunus zügig von der Saalburg herab auf die A 661 fahren können.

All das steht nun auf der Kippe. Mittlerweile taxiert die Stadt die Baukosten auf 19 bis 39 Millionen Euro - je nach Länge und Tiefe des Tunnels und des Trogs für Saalburgchaussee und Hohemarkstraße. Die Mehrheit von CDU und SPD neigt zur teuren Variante, damit Anwohner vor Lärm geschützt sind und die Tannenwaldallee ebenerdig über die Verkehrsachse laufen kann. Man müsse die Blickachse vom Gotischen Haus zu den Landgräflichen Gärten erhalten, so Schütze.

"39 Millionen - da wird's einem schwindlig, wenn man es ausspricht", räumt Schütze ein. OB Jungherr kündigte Dienstagabend vor dem Verkehrsausschuss an, dass sie mit Landrat Ulrich Krebs (CDU) und dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen über die Aufteilung der Mehrkosten reden wolle. Ein Termin stehe noch nicht fest, so ihr Sprecher Andreas Möring auf Anfrage. Jungherr müsse die höhere Kostenbeteiligung von Bund und Kreis durchsetzen, sagte Schütze. Es handele sich um ein "Jahrhundertprojekt", für das die Stadt viel Geld in die Hand nehmen sollte. Zur Debatte über den Stadt-Etat für 2009 am 27. November beantragt die SPD, fünf Millionen Euro für den Bau anzusparen. Weitere Millionen solle die Stadt bis 2012 bereitlegen.

Die kleineren Fraktionen von FDP, Grünen und BLB begleiten das Projekt seit langem mit Skepsis. Weil der Grunderwerb noch nicht einkalkuliert ist, wird der Tunnelbau nach Schätzung der BLB-Fraktionschefin Beate Fleige wohl mehr als 40 Millionen kosten. "Die BLB-Fraktion wird für diese irrsinnige Geldausgabe keine Hand heben", kündigte Fleige gestern an. Man müsse sich von diesem Mammutprojekt verabschieden und über intelligentere Verkehrskonzepte nachdenken. Gemeint ist damit wohl die Umleitung des Pendler-Verkehrs durchs Köpperner Tal.

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