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Ein Platz für Ilse und Fryderyk

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Dass Chopin der „Hausheilige“ ist, gehört zu den geflügelten Worten, wenn von Ilse Schwarz-Schiller die Rede ist.
Dass Chopin der „Hausheilige“ ist, gehört zu den geflügelten Worten, wenn von Ilse Schwarz-Schiller die Rede ist. © dpa

Stadt ehrt die Chopin-Gesellschaft Taunus und das Engagement ihrer Vorsitzenden Ilse Schwarz-Schiller - auf einem kleinen Plätzchen hinter der Stadthalle.

Von Jürgen Streicher

Den Chopin-Platz im Herzen der Stadt will sie noch mit einweihen. Und ein Gesprächskonzert mit dem Pianisten Detlev Eisinger miterleben. Für Ilse Schwarz-Schiller sollen die beiden besonderen Ereignisse im Konzertjahr 2011 das „Finale der 25 Jahre!“ sein. Ein Vierteljahrhundert war die Klavierpädagogin dann Präsidentin der von ihr gegründeten Chopin-Gesellschaft, Organisatorin und Intendantin der international renommierten „Intermusicale“ und leidenschaftliche Kämpferin in der internationalen Föderation der Chopin-Liebenden.

Der Platz zur Erinnerung an den polnischen Komponisten Fryderyk Chopin wird auch ein Platz zur Erinnerung an Ilse Schwarz-Schiller sein, denn diese beiden Namen werden in Oberursel immer in einem Atemzug genannt. Den Platz hat ihr Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) bereits versprochen, es wird ein kleines Plätzchen hinter der Stadthalle am Übergang vom hinteren Rathausplatz zur Vorstadt sein. Ein Baum steht dort, ein paar Bänke, bis nächstes Jahr soll er noch ein bisschen aufgehübscht werden.

Eine Büste für Chopin? Das könnte sich Ilse Schwarz-Schiller gut vorstellen. Auch, dass die Freunde aus Polen da was organisieren. Gerade erst wurde die unermüdliche Chopin-Liebende wieder in den Vorstand der Internationalen Föderation der Chopin-Gesellschaften gewählt.

Finale mit Detlev Eisinger

In Oberursel werde sie Ende 2011 abtreten, hat sie jetzt angekündigt. Noch einmal ein Geburtstagskonzert für den großen polnischen Komponisten und Pianisten, wie immer am 1. März. Noch einmal ein Sommerkonzert, diesmal zum Hessentag. Als „Klassik vor dem Hessentag“ wird das Konzert allerdings in die Geschichte eingehen. Weil die Stadthalle für den kompletten Hessentag bereits geblockt ist, muss das Konzert auf den 3. Juni vorverlegt werden. In ein Festzelt will Ilse Schwarz-Schiller mit Chopin nicht gehen.

Die IX. Intermusicale vom 23. bis zum 25. September mit Konzerten an drei Abenden bis zum Finale mit Detlev Eisinger soll ihre letzte sein. Für die Zeit danach hat sie bereits vorgesorgt. Niemand müsse sich Sorgen machen, sagt sie, das Präsidentenamt wolle sie in „absolut professionelle Hände“ legen. Wenn bis dahin der Chopin-Platz hinter der Stadthalle offiziell eingeweiht ist.

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