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U-Bahn-Verlängerung

Parteien streiten über Nahverkehr

  • Olaf Velte
    VonOlaf Velte
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Zwischen der FDP und den anderen Parteien gibt es eine Kontroverse um die Verlängerung der U2. Und eine Bürgerinitiative würde am Liebsten alles beim Alten lassen. Von Olaf Velte

Die Fronten sind abgesteckt. Seit Jahren befürworten CDU, SPD und Grüne eine Verlängerung der U-Bahn zwischen Gonzenheim und Bahnhof sowie die Anbindung an die geplante Regionaltangente West (RTW). Die FDP stemmt sich, ebenfalls seit langer Zeit, dagegen, und eine neugegründete Bürgerinitiative würde am Liebsten in Gonzenheim alles beim Alten lassen.

Nach Meinung der Christdemokraten ist die U2-Weiterführung nur ein Baustein auf dem Weg zu einem attraktiven Bad Homburg. Neben der Renovierung des Bahnhofs und dem Bau des Louisen-Centers müsse die Regionaltangente vorangetrieben werden. Thorsten Bartsch, CDU-Vorsitzender von Bad Homburg: "RTW braucht jetzt Dampf auf dem Kessel." Mit der U-Bahn sei man jetzt so weit "wie nie zuvor". Aber: "Es steht und fällt alles mit den Finanzen." Ohne Partner könne die Kurstadt das Vorhaben nicht schultern.

"Was den Personennahverkehr angeht, sind wir mit der CDU immer einig gewesen", sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Waldemar Schütze. Am Tunnel- und Trassen-Bereich fordern die Genossen einen "massiven Lärmschutz". Dass der heimische Bahnhof in wenigen Jahren zur "Drehscheibe" werden soll, stehe außer Zweifel.

Die Freidemokraten halten die Anbindungs-Pläne für "Träume", sie gehörten nicht zu den dringenden städtischen Problemen. "Hier ist der Öffentliche Nahverkehr bestens erschlossen, eine Verlängerung brauchen wir nicht", sagt Dirk Roesemann für die FDP-Fraktion. Er rechnet anders als der Magistrat und befürchtet Kosten von über 50 Millionen Euro für die Kommune. "Wer soll dieses Geld heutzutage aufbringen?"

Zurückhaltend in Sachen U2 gibt sich der angehende Oberbürgermeister Michael Korwisi (Grüne). Er würde gerne prüfen lassen, ob eine unterirdische Trasse tatsächlich notwendig ist. Jedoch liege seine "Fokus auf der Tangente". Durch sie könnten Tourismus und Wirtschaft angekurbelt werden, glaubt Korwisi. "Aber ich bin nicht sehr optimistisch, dass das schnell geht."

Mittlerweile hat der Verein "Endstation Gonzenheim" die Bühne betreten. Die Bürgerinitiative vertritt nach Aussage von Organisator Marcus Steingräber "über 100 Haushalte". Weil die Planungen derzeit stagnierten, hätten er und seine Mitstreiter Zeit gewonnen und sich "besser aufstellen" können. Er befürchtet unter anderem einen Wertverlust der gleisnahen Immobilien. "Ich bin Betroffener", sagt Steingräber. Auch als Steuerzahler lehne er das Ganze ab.

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