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Parkplätze fürs Landesfest

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Wiese am verlängerten Langwiesenweg
Wiese am verlängerten Langwiesenweg © Renate Hoyer

Äcker an den Drei Hasen und in Bommersheim werden zu Abstellflächen für den Hessentag umfunktioniert. Inzwischen hat die Stadt alle Grundstücke unter Dach und Fach.

Von Jürgen Streicher

Es soll ein „Hessentag der kurzen Wege“ werden, wenn im Juni 2011 in Oberursel das Landesfest gefeiert wird. Ein Hessentag, bei dem der öffentliche Nahverkehr beim An- und Abtransport der erwarteten Millionen Besucher ein ganz wichtige Rolle spielen soll. Mit neuem Bahnhof und neuem U-Bahnhof, mit Stadtbus-Ringverkehr und mit Shuttle-Bussen. Und doch werden Hunderttausende mit dem Auto in die Stadt kommen.

Zwei Großparkplätze wird die Stadt für sie einrichten. „P1“ in der östlichen Feldgemarkung zwischen Ortsrand und A 661, „P2“ in Bommersheim hinter den Wohnungen entlang der Frankfurter Landstraße. Dort ist der Wegeausbau bereits beendet, die zu Wiesen gewordenen früheren Ackerflächen sollen Platz für 6000 Fahrzeuge bieten – mit Bus- und U-Bahn-Anschluss in die Innenstadt. Zu Fuß müssen Besucher etwa zehn Minuten einplanen.

In dieser Woche beginnen die Vorarbeiten für „P1“ in der Verlängerung der Freiligrathstraße. Angrenzend an die Flächen nordöstlich des Gewerbegebietes Drei Hasen, wo die Stadt die Landesausstellung vorgesehen hat, soll Platz für 10000 Fahrzeuge vorbereitet werden. Auch hier sind die Ackerflächen zu Rasenflächen geworden, in dieser Woche beginnt der Wegeausbau, damit „P1“ auch von der Homburger Landstraße und vom Gewerbegebiet aus angefahren werden kann.

Parallel zur A 661 werden nach Auskunft der städtischen Baubehörde rund 750 Meter Feldwege auf einer Breite von drei Metern asphaltiert. Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) sieht einen Nutzen „weit über den Hessentag hinaus“. Durch den Ausbau der Feldwege werde das Radwegenetz aufgewertet. Zumindest während der Bauzeit bis Ende September wird der Radverkehr dort aber stark behindert.

Weiter gebaut werden kann voraussichtlich auch an der Erschließung des Geländes für die Landesausstellung. Nach Angaben von Erster Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP) hat sich die Stadt inzwischen mit einer Landwirtfamilie geeinigt, deren Unterschrift unter einen Pachtvertrag für die benötigten Flächen bisher gefehlt hat. Die Familie betreibt ein Hofgut am Langwiesenweg und besitzt im Plangebiet knapp zwei Dutzend Flurstücke mit zusammen rund 35 000 Quadratmeter Fläche. Sie tangieren auch die Planstraße, die vom Messko-Kreisel im Gewerbegebiet zum Radweg nach Bad Homburg gebaut werden soll.

Der Weg ist frei

Vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtparlaments am Donnerstag dieser Woche zu der „endverhandelten Grundlagenvereinbarung“ zwischen Stadt und der Landwirtfamilie wäre damit der Weg frei für die ursprünglichen Planungen. Rosentreter betont, dass es in der überarbeiteten Vereinbarung nicht um Ausgleichszahlungen an die Familie gehe. Die Stadt werde aber deren „erheblichen Flächenverluste“ durch städtische Flächen ausgleichen, die bisher nur Pachtland waren.

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