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Jörg Hölzer (Beifahrer) und Günter Krause (Fahrer) sind vor dem Start guter Dinge.
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Jörg Hölzer (Beifahrer) und Günter Krause (Fahrer) sind vor dem Start guter Dinge.

Bad Homburg

Oldies auf großer Tour

  • Götz Nawroth-Rapp
    VonGötz Nawroth-Rapp
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Die Rallye Monte Carlo Historique bringt betagte Rennwagen zum Kurhaus. Für Jörg Hölzer, Chef der Bad Homburger Aktionsgemeinschaft, einem Verbund der Einzelhändler, dient die Rallye nicht ausschließlich dem Vergnügen.

Der orangene BMW mit der Startnummer 200 kann es noch. Er ist gerade vierzig Jahre alt geworden, und er musste im vergangenen Jahr nach einem Unfall wieder aufgebaut werden. Aber nun bringt der Wagen, Modell 2002ti, als historisches Rennfahrzeug Günter Krause und Jörg Hölzer auf der Rallye Monte Carlo Historique wieder quer durch Europa – von Kopenhagen über Bad Homburg bis ins Fürstentum Monaco.

Für Hölzer, Chef der Bad Homburger Aktionsgemeinschaft, einem Verbund der Einzelhändler, dient die Rallye nicht ausschließlich dem Vergnügen. Denn Beifahrer Hölzer und sein Pilot Krause wollen erreichen, dass Bad Homburg wieder zum Startort des Rennens historischer Fahrzeuge wird. Das war es 2010 schon einmal, von 1977 bis 1999 gingen von hier aus sogar die Deutschland-Starter der originalen Rallye Monte-Carlo auf die Strecke, unter ihnen auch die Rallye-Ikone Walter Röhrl.

An diese Zeit möchten einige Motorsport-Fans in Bad Homburg gern anknüpfen. Sie hoffen auf viel Publikum, wenn die Fahrer aus Skandinavien heute Abend in der Kurstadt eintreffen. Zwischen 18 und 21 Uhr werden die Wagen an der Schlossgarage erwartet. Am Freitag dann geht es um 12 Uhr wieder auf die Piste. Vor dem Kurhaus wird dafür sogar eine neue Startrampe aufgebaut.

Vor zwanzig Jahren hat die Rallye Monte-Carlo auch für Proteste und Tumulte gesorgt: 1995 prügelten sich in Bad Homburg Befürworter der Rallye mit linksautonomen Gegnern, es kam zu Festnahmen. Außerdem protestierten damals viele Autogegner friedlich gegen den aus ihrer Sicht überflüssigen Motorsport.

Die „Historique“ hat allerdings mit Bleifuß-Fahrten wenig gemein. Die betagten Wagen müssen in Sonder- und Wertungsprüfungen vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeiten genau einhalten. Unter den Wagen, die am Freitag vor dem Kurhaus an den Start gehen, wird ein Porsche 911 von 1978 sein, auch ein britischer MG-Roadster von 1960 ist mit von der Partie. Autoliebhaber werden also einiges zu gucken und zu bestaunen haben.

Für Krause und Hölzer in ihrem auffälligen BMW ist es bereits die vierte Rallye-Teilnahme. Sie hoffen, mit einer guten Platzierung unter den ersten Hundert der gut 300 Teilnehmer abzuschneiden. 14 Wertungsprüfungen sind zu absolvieren, bevor sie am 4. Februar dann den Hafen von Monte Carlo erreichen.

Im Internet lässt sich der Stand der Rallye täglich unter www.acm.mc verfolgen. Die Seite stellt Informationen in französischer und englischer Sprache bereit.

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