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Offen für künftige Entwicklungen

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Von: Olaf Velte

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Stadtverwaltung und Süwag AG einigen sich auf neuen Strom-Konzessionsvertrag.

Es ist vollbracht: Gestern haben Vertreter der Stadt Oberursel und der Süwag Energie AG den neuen Strom-Konzessionsvertrag im Rathaus unterzeichnet. „Nach langen Verhandlungen“, wie Bürgermeister Hans-Georg Brum sagte. Die weitere Zusammenarbeit ist auf 20 Jahre ausgelegt.

Nachdem sich die zuständigen Gremien mit dem neuen Vertragswerk umfassend beschäftigt hatten, setzten das Stadtoberhaupt, Kämmerer Thorsten Schorr und Süwag-Vorstandsvorsitzender Knut Zschiedrich ihre Unterschriften unter die Papiere. Betont wurde der Wunsch nach Kontinuität und vertrauensvoller Zusammenarbeit. „Eine bewährte Partnerschaft“, so Brum. Der Vertrag sichere der Kommune langfristig Investitionen und biete kurzfristige Handlungsspielräume.

So ist alle fünf Jahre der Ausstieg aus der vertraglichen Bindung möglich – von einer flexiblen Handhabung war gestern mehrfach die Rede. „Wie bewegen uns“, sagte Zschiedrich, „in einem neuen Umfeld“. Waren Vereinbarungen in der Vergangenheit auf klar formulierte Leistungsinhalte beschränkt, sind heute Unwägbarkeiten und mögliche strukturelle Veränderungen zu berücksichtigen. Ein Stichwort in diesem Zusammenhang sei die Energiewende, hieß es.

In Zukunft, so Brum, könne beispielsweise die Gründung einer gemeinsamen Netzgesellschaft zum Thema werden. „Es ist durchaus vorstellbar, mit benachbarten Städten wie Bad Homburg und Friedrichsdorf beim Netzbetrieb gemeinsame Sache zu machen.“ Auch diese Kommunen seien Kunden des multiregionalen Energieversorgers. „Der Vertrag ist eine Plattform, um Dinge zu entwickeln“, so der Süwag-Chef.

Geregelt sind in erster Linie Betrieb und Bereitstellung der Oberurseler Stromversorgung. Die Stadt erhält als jährliche Konzessionsabgabe rund 1,6 Millionen Euro – ein Summe, die nicht unter dem bisherigen Volumen liegt. Für den Bürgermeister „eine verlässliche Einnahmequelle“. Der alte Vertrag – im Frühsommer vergangenen Jahres ausgelaufen – hatte eine Laufzeit von 15 Jahren.

Für die Stadt der Brunnen und Mühlen werde ein Energiebeirat ins Leben gerufen. Süwag-Vertreter und Fachleute der Stadtverwaltung sollen dort eine Bresche schlagen für E-Mobilität oder Energiegewinnung vor Ort. „Alles Geschäftsfelder der Zukunft.“

Im Rahmen der jetzigen Vereinbarungen wurde auch der bestehende Vertrag zur Straßenbeleuchtung erneuert. Unter dem Begriff „Licht und Leistung“ summieren sich modular aufgebaute Dienstleistungen. Im Sommer 2012 hat die Verwaltung auf einen Rückkauf der Straßenlaternen verzichtet – eine „unrentierliche Kapitalanlage“, wie in der betreffenden Magistratsvorlage formuliert wurde.

In Oberursel betreibt der Versorgungskonzern seit etlichen Jahrzehnten ein Stromleitungsnetz von über 500 Kilometern. Versorgt werden fast 45?000 Menschen. Das Tochterunternehmen Syna unterhält rund 9200 Kabelnetzanschlüsse.

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