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Marcus Scholl ist neuer Citymanager von Oberursel.

Oberursel

Oberursels neuer Kümmerer

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Marcus Scholl soll als Citymanager für eine lebendige und attraktive Innenstadt sorgen. Dabei spielt das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.

Ist Oberursels Innenstadt noch zu retten? Mit dieser ketzerischen Frage sei er in den ersten Tagen auf seinem neuen Posten mehrfach konfrontiert worden, sagt Marcus Scholl. Als Citymanager soll der 49-Jährige für ein attraktives und lebendiges Stadtzentrum sorgen. Und Marcus Scholl ist davon überzeugt, dass das auch gelingen kann.

„Es geht aber nur gemeinsam“, betont er. Deswegen sieht er den direkten Kontakt mit Einzelhändlern und Gastronomen als Basis für seine Arbeit an. Genauso wie sein Vorgänger Wolfgang Bräutigam, der in Pension gegangen ist, verstehe er sich als „Kümmerer“. Sein Ziel sei es, die Interessen von Handel, Bürgern und Politik in Einklang zu bringen.

In Oberursel ist der in Frankfurt lebende Marcus Scholl kein Unbekannter. Seit 2003 hat er als selbständiger Eventmanager den Zimmersmühlenlauf der Oberurseler Werkstätten organisiert. Auch am Hessentag und der Ausbildungstour war er mit seiner Agentur beteiligt. Die habe er nun jedoch geschlossen, um sich voll auf seine neue Aufgabe zu konzentrieren, sagt Scholl.

Die Leiterin der städtischen Wirtschaftsförderung, Ulrike Böhme, erhofft sich neue Ideen und Impulse. Chancen sieht sie etwa beim Thema Nachhaltigkeit. Als Fair-Trade-Stadt habe Oberursel da einiges vorzuweisen, findet Scholl. Aktuell sei ein großes Interesse an „Unverpackt“-Läden zu erkennen.

Wichtig sei aber auch, die Verweildauer der Innenstadt-Besucher zu erhöhen. Dazu sollten aus seiner Sicht die öffentlichen Plätze attraktiver werden, etwa durch einen Springbrunnen oder Spielgeräte für Kinder.

Ziel müsse es sein, möglichst viele kleine Einzelhändler zu erhalten, sagt Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD). Dazu soll auch die Umgestaltung des Rathausareals beitragen. Mit den Planungen sei man gut vorangekommen, sagt Brum. Eine entscheidende Frage ist aber noch offen - wie die nötige Sanierung des Rathauses bezahlt werden soll.

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