Oberursel

Zuschuss vom Land für Weiher in Oberursel

  • schließen

Der Maasgrundweiher soll saniert werden.

Ein bröckeliger Uferrand und zu wenig Sauerstoff im Wasser – dass der Maasgrundweiher saniert werden muss, ist schon länger bekannt. Billig zu haben ist das aber nicht. Erster Stadtrat Christof Fink (Grüne) rechnet mit Gesamtkosten von einer halben Million Euro.

Immerhin hat das Land einen Zuschuss von 180 000 Euro in Aussicht gestellt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Gewässer ökologisch erheblich aufgewertet wird. Für die Stadt wäre das auch ökonomisch die bessere Lösung, betont Christof Fink. Zwar werde sie für die Weiher-Sanierung deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen als ursprünglich gedacht – gegenüber der ersten Kostenschätzung habe sich der städtische Anteil um 190 000 auf 320 000 Euro erhöht. Ohne den Landeszuschuss wäre das Ganze aber noch teurer, so Fink.

Dabei habe man schon auf einiges Wünschenswerte verzichtet. So seien in den aktuellen Planungen keine neuen Besucherstege mehr vorgesehen. Das gelte auch für den Modellboothafen, was man mit den Vertretern des entsprechenden Vereins schon besprochen habe. Wie es mit dem Maasgrundweiher weitergehen soll, entscheiden die Stadtverordneten am Donnerstag, 26. März. Im Laufe dieser Woche befassen sich die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses sowie des Haupt- und Finanzausschusses bereits mit dem Thema. Sollte die Politik grünes Licht geben, könnten die Arbeiten bereits im kommenden Herbst beginnen, kündigt Christof Fink an. Ziel sei es, die Sanierung des Maasgrundweihers Mitte 2021 abzuschließen.

Natürliche Kläranlage

Bis dahin sollen an den Ufern nicht nur die maroden Holzelemente ersetzt, sondern auch „ökologisch aktive Zonen“ geschaffen werden. Sprich: Es werden spezielle Feucht- und Nassstauden angepflanzt, die wie kleine Kläranlagen arbeiten. Eine wichtige Rolle spielen dabei Steinschüttungen und sogenannten Xylitwalzen, mit denen die Uferränder befestigt werden sollen. Das Xylit besteht aus Holzfasern, die in der Lage sind, Nährstoffe zu binden und zu verarbeiten. Die Xylitwalzen sollen dazu beitragen, die Wasserqualität des Maasgrundweihers zu verbessern und die Artenvielfalt erhöhen, wovon sich das Hessische Umweltministerium auch eine Entlastung der nachfolgenden Gewässer verspricht, konkret der Nidda. Das Land hat sich zum Ziel gesetzt, die Wasserqualität der Nidda bis 2027 zu verbessern. Deshalb sei es bereit, sich an der Sanierung des Maasgrundweihers zu beteiligen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare