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Zukunft von Haus Heliand ist gesichert

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Die Türen bleiben offen: das Haus Heliand. pieren
Die Türen bleiben offen: das Haus Heliand. pieren © map

Rund 157 000 Euro Spenden zur Unterstützung des Freizeitheims gesammelt

Oberursel - Generationen junger Menschen aus ganz Hessen und darüber hinaus haben in den vergangenen Jahrzehnten eine abwechslungsreiche, intensive und vor allem gute Zeit im Freizeitheim Haus Heliand erlebt. Manche von ihnen haben die Tage und Wochen sogar so prägend und persönlich bereichernd erlebt, dass sie heute beim Trägerverein „Freunde der evangelischen Jugendwerke“ (EJW) aktiv sind.

Der Vereinsvorstand, aktive Mitglieder und Mitarbeitende der Einrichtung selber hatten in den vergangenen zweieinhalb Jahren eine extrem herausfordernde Zeit zu bestehen. Bedingt durch die mehr als zwölf Monate dauernde Schließungszeit während der Pandemie waren Einnahmen aus Belegungen komplett weggefallen, zudem musste in Brandschutzauflagen und eine neue Heizung kräftig investiert werden.

Das Traditionshaus am Waldrand bei Oberstedten war in finanzielle Schieflage geraten. Doch nun gibt es Entwarnung: „In nur einem Jahr hat das Evangelische Jugendwerk knapp 157 000 Euro an Spenden sammeln und das Haus Heliand vor der Schließung retten können“, heißt es nun vonseiten des Trägervereins. Ehemalige EJW-Verantwortliche hatten die Rettungsaktion „Aktion 1000“ aus der Taufe gehoben. Ehemalige ehrenamtliche Mitarbeiter der kirchlichen Jugendarbeit wurden angeschrieben und über die äußerst kritische finanzielle Situation informiert. Gesucht wurden mit dem Aufruf 100 Spendern, die ihrerseits 1000 Euro fürs Haus Heliand zur Verfügung stellen sollten, indem sie wiederum als Multiplikatoren kleinere Spenden einsammeln. Tatsächlich fruchtete das Spendenmodell und innerhalb eines Jahres wurden 156 810 Euro gesammelt alleine von EJW-Ehemaligen etwa 135 000 Euro. Die restliche Summe kam von Kirche, Kommunen, Banken, Stiftungen und Sportlern. Mit der Einquartierung eines Kindergartens, der während einer Sanierung im vergangenen Jahr für acht Monate das Haus angemietet hatte gab es einen weiteren finanziellen Rettungsanker. Zuletzt konnte das Haus Heliand auch Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine eine erste Unterkunft bieten. Zweidrittel der Belegungsgäste im Haus Heliand sind aber immer noch Kinder- und Jugendgruppen aus Kirchenkreisen. Viele Kirchengemeinden führen dort seit Jahren Konfirmandenfreizeiten durch.

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