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Uhlig setzt sich bei Stadtratswahl durch

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Von: Gabriele Calvo Henning

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OBG-Gegenkandidat Andreas Bernhardt (l.) wünscht dem neugewählten Stadtrat Jens Uhlig Glück.
OBG-Gegenkandidat Andreas Bernhardt (l.) wünscht dem neugewählten Stadtrat Jens Uhlig Glück. © Jochen Reichwein

Die Stelle als Stadtratswahl in Oberursel wird am 1. April besetzt.

Nach rund zwei Jahren ohne hauptamtlichen Zweiten Stadtrat ist es jetzt entschieden: Der langjährige Fraktionsvorsitzende der CDU in der Stadtverordnetenversammlung, Jens Uhlig, wird den Posten übernehmen und den hauptamtlichen Magistrat komplettieren. Bei der Wahl am Donnerstagabend setzte er sich mit 28 Stimmen gegen seinen Gegenkandidaten, den Fraktionsvorsitzenden der OBG-Freie Wähler, Andreas Bernhardt, durch, der 15 Stimmen auf sich vereinen konnte. Zwei Stadtverordnete stimmten in der geheimen Wahl mit „Nein“.

Damit war die Mehrheit der Wahlempfehlung des Wahlvorbereitungsausschusses unter der Leitung von Stadtverordnetenvorsteher Lothar Köhler (CDU) gefolgt. Die Bewerbung von Stephan Parnet spielte somit keine Rolle mehr. Der Leiter des Geschäftsbereichs Verwaltungssteuerung in der Stadtverwaltung hatte sich ebenfalls beim Ausschuss beworben. Da er am Wahlabend jedoch nicht aus der Mitte der Stadtverordneten vorgeschlagen wurde, blieb er bei der eigentlichen Wahl außen vor.

Im Gespräch zeigte Uhlig sich zufrieden. „Das Ergebnis liegt im Rahmen dessen, was ich erwartet habe.“ Gerade weil es einen Gegenkandidaten gegeben habe, halte er es für ein gutes Zeichen, fünf Stimmen außerhalb der Kooperation von CDU und Grünen bekommen zu haben. Ähnlich ist die Bewertung der Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Christina Herr, die das Abstimmungergebnis als Zeichen für eine neues politisches Klima wahrnimmt. „Das ist der Weg, den wir alle gemeinsam gehen müssen angesichts der anstehenden großen Projekte.“

Bernhardt, der Uhlig zur Wahl gratulierte und sich für den fairen Umgang bedankte, kann mit seinem Ergebnis gut leben. Angesichts der Ausgangslage als Oppositionskandidat halte er es für beachtlich, mehr Stimmen als nur die seiner Fraktion bekommen zu haben.

Die Tragweite des Wechsels von Fraktionsvorsitzenden zum hauptamtlichen Stadtrat sei ihm sehr bewusst, so Uhlig. „Als Stadtrat bin ich für die ganze Stadt mitverantwortlich und erst in zweiter Linie für die Politik.“ Er wolle für tragfähige gemeinsame Lösungen eintreten.

Ernannt und vereidigt wurde Uhlig gleich nach der Wahl. Seinen neuen Posten tritt er zum 1. April kommenden Jahres an. Ob er bis dahin den Fraktionsvorsitz für die CDU noch inne haben wird, werde man demnächst fraktionsintern klären, so Uhlig.

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