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Stadtwerke übernehmen Stromnetz

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Unternehmen gründet mit Süwag-Tochter neue Betreibergesellschaft

Oberursel - Die Stadtwerke haben Weichen gestellt: Mit der Syna GmbH, einem Tochterunternehmen der Süwag AG, ist das Unternehmen eine strategische Partnerschaft eingegangen. Die beiden Unternehmen haben für den Betrieb des Stromnetzes in Oberursel die gemeinsame Netzgesellschaft „Netzdienste Oberursel (Taunus) GmbH & Co. KG“ gegründet, teilen die Stadtwerke mit. Die habe zum 1. Oktober ihre Arbeit aufgenommen. Das Stromnetz in Oberursel erstrecke sich über etwa 136 Kilometer in der Mittel- und etwa 405 Kilometer in der Niederspannung. Insgesamt 166 Transformatorenstationen verteilen den Strom an die Endverbraucher.

Die Stromverteilnetze im Stadtgebiet seien nun Eigentum der neuen Gesellschaft. Die Stadtwerke seien mit 51 Prozent Mehrheitsgesellschafter der Stromnetzgesellschaft. Mit dem operativen Netzbetrieb habe die Netzdienste Oberursel die Syna GmbH beauftragt. Damit würden die Stadtwerke ihren Geschäftsbereich um den Bereich Stromnetze erweitern. „Mit dieser Partnerschaft sichern wir eine stabile Stromversorgung für Oberursel und stellen uns gut gerüstet den künftigen Herausforderungen. Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu unserem gemeinsamen Ziel, die Energiewende in Oberursel voranzutreiben. Dazu gehört zum einen die Transformation hin zu mehr Elektromobilität, zum anderen aber auch die Förderung von Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Klimaschutz“, so die Bürgermeisterin und Stadtwerke-Aufsichtsratschefin Antje Runge (SPD). Stadtwerke-Geschäftsführerin Julia Antoni: „Die Stadtwerke übernehmen mit einem Anteil von 51 Prozent mehrheitlich das Stromnetz in Oberursel und investieren damit in die Kooperation mit der Süwag sowie in den Erhalt und Ausbau des Netzes. Nur so kann die Energiewende auf regionaler Ebene gelingen.“

Die Stadtwerke würden nun eigene Stromnetzkompetenzen aufbauen, so dass in fünf Jahren erstmals eine eigene Wertschöpfung erfolge. Süwag-Vorstand Markus Coenen: „Wir versorgen in Oberursel mehr als 50 000 Menschen mit Strom. Die gemeinsame Netzgesellschaft unserer Netztochter Syna mit den Stadtwerken hat für uns daher eine herausragende Bedeutung.“

In den kommenden Wochen würden mit der ersten Gesellschafterversammlung weitere wichtige Entscheidungen getroffen, heißt es weiter. Die ersten Verhandlungen über eine gemeinsame Netzgesellschaft waren übrigens schon 2016 zu Zeiten von Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) angelaufen. jo

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