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Sportler wollen helfen

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Von: Jürgen Streicher

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An der Main-Taunus-Schule gab es 2016 eine Typisierung.
An der Main-Taunus-Schule gab es 2016 eine Typisierung. © Renate Hoyer (Renate Hoyer)

Die Handballer der TSG Oberursel rufen dazu auf, sich an zwei Typisierungs-Aktionen zu beteiligen. Damit wollen sie Menschen helfen, die an Blutkrebs erkrankt sind.

Alle 15 Minuten erhält in Deutschland ein Patient die Diagnose Blutkrebs. Nur ein Drittel der Betroffenen findet einen passenden Stammzellenspender in der Familie, jeder Siebte findet gar keinen. Die Hoffnung richtet sich auf diejenigen, die bereit sind, sich für einen Bedarfsfall typisieren zu lassen.

Die Handball-Abteilung der TSG Oberursel will helfen. „Eine Stammzellenspende kann Leben retten, seien Sie dabei!“ Unter diesem Motto wirbt die TSGO bei den Heimspielen an zwei Samstagen – und zwar am 22. und am 29. April – für ihre Typisierungsaktion in Zusammenarbeit mit der DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei). Sowohl die Typisierung als auch die Spende im Fall eines Treffers sind freiwillig und kostenlos.

Die aktiven Spieler wollen mit gutem Beispiel vorangehen und die Zuschauer animieren, bei der Typisierung mitzumachen. Dazu reicht ein Wangenabstrich mit einem Wattestäbchen, jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren kann sich typisieren lassen. Die Ergebnisse des Abstrichs werden in der Datei der DKMS aufgenommen, die Verwaltung aller Daten obliegt dem Zentralen Knochenmarkspender-Register (ZKRD) in Ulm. Benötigt ein an Blutkrebs erkrankter Mensch Stammzellen, wird die Datei der ZKRD nach passenden Spendern durchsucht und ein potenzieller Spender kontaktiert.

Die Typisierung bei der TSG Oberursel ist am kommenden Samstag bei den Spielen der Damenmannschaften zwischen 16 und 21 Uhr möglich. Am 29. April wird die Aktion bei Spielen der Männerteams zwischen 17 und 21 Uhr wiederholt.

„Wir wollen ein Zeichen setzen im Kampf gegen Blutkrebs und möglichst viele Menschen überzeugen, sich zu beteiligen“, so der TSGO-Vorstand in der Werbung für die Aktion. Wer spenden will, kommt in das Foyer der Sporthalle der Erich-Kästner-Schule (EKS) in der Karl-Herrmann-Flach-Straße. Umfassendes Informationsmaterial der DKMS wird dort bereitliegen.

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