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Schrille Farben, moderne Technik

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Von: Miriam Keilbach

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Vor dem Saisonstart: Die Rad-Messe in der Stadthalle.
Vor dem Saisonstart: Die Rad-Messe in der Stadthalle. © Weis

Auf der Messe „Oberursel fährt ab“ geht es um neue Trends und alte Probleme. Begehrt sind derzeit Nostalgieräder.

Auf der Bühne fahren vier Jugendliche vom Radfahrverein Stierstadt Kunstrad. Sie drehen sich im Kreis, halten sich an den Händen, fahren sternförmig nur auf dem Hinterrad im Kreis. Unten im Saal der Stadthalle stehen die Besucher der Messe „Oberursel fährt ab“ und schauen zu. Als die vier von der Bühne verschwinden, wenden sich die Besucher wieder den Messeständen zu.

Die Stadt informiert über das Stadtradeln, das dieses Jahr vom 1. bis 21. Mai geplant ist. Bei der Aktion sollen Bürger den Weg zur Arbeit mit dem Rad statt mit dem Auto zurücklegen. 2012 wurden so 27.039 Kilometer gezählt und eine Einsparung von 3,9 Tonnen Co² errechnet. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) informiert, es werden Regionalrouten rund um Oberursel vorgestellt. Dazu gibt es Podiumsdiskussionen und Vorträge zu Themen wie Fahrradtechnik, Verkehrsregeln und zur Psychologie des Radfahrers.

Beim Stand von Zweirad Müller sind neue Radmodelle zu sehen. „Nostalgieräder sind im Trend“, sagt Alexander Müller, Sohn des Ladeninhabers. „Das ist die klassische Rahmenform in schrillen Farben aber mit moderner Technik“, sagt er, und zeigt auf ein leuchtend blaues Modell.

50 bis 70 Euro für ein gutes Schloss

Ähnlich sieht es auf der gegenüberliegenden Seite aus, wo City Zweirad rund 20 Fahrräder aufgebaut hat und über die Neuigkeiten rund ums E-Bike informiert. „Wir haben jetzt Elektroräder mit vollautomatischer Schaltung, stufenlos“, sagt Inhaber Heiko Scholl. „Da muss man nur in die Pedale treten, auch die Unterstützung wird automatisch zugeschaltet.“ Rund 4000 Euro kostet ein solches Vollautomatik-E-Bike mit Vollfederung und besserem Akku, sagt Scholl, bessere E-Bikes ohne diesen Luxus sind ab rund 2000 Euro zu haben.

In einer Ecke hat die Polizei Hochtaunus einen Stand. An der Wand hängen verschiedene Fahrradschlösser, flexible und zum Falten sowie schwere Kettenschlösser. „Es gibt günstige Schlösser, die bieten aber oft keine ausreichende Sicherheit“, sagt ein Polizist aus Oberursel, der sich um die Bearbeitung von Fahrraddiebstählen kümmert.

„Gute Schlösser kosten zwischen 50 und 70 Euro, je nachdem, was man sucht. Das ist ein Bruchteil dessen, was ein gutes Fahrrad kostet“, sagt er. Er rät dazu, sich bei der Stiftung Warentest zu informieren. „Und das Fahrrad an einen feststehenden Gegenstand zu binden“. Oberursel habe allerdings keine größeren Probleme mit Fahrraddieben, die Zahl der gestohlenen Räder sei so hoch wie in vergleichbaren Städten.

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