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Die Coverband Pfund bringt auf dem Marktplatz ihr Publikum in Stimmung.

Brunnenfest

Schaulaufen auf der Altstadtbühne

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Die Veranstaltung in Oberursel ist immer auch ein Jahrmarkt der Eitelkeiten.

B40“ steht in weißer Schrift auf den schwarzen T-Shirts der Bedienung im Hof von „Mücke“ Michelson an der Grenze zum lärmenden Festplatz. Einer von den vielen Altstadthöfen, in denen in Tagen und Nächten des Brunnenfestes die Musik spielt. Mal live, dargebracht auf minimalst kleinen Bühnen, mal aus der Box. Und andernorts nur aus dem lauten Wortmix bestehend, der entsteht, wenn unglaublich viele Menschen auf engstem Raum miteinander feiern und trinken. „B40“ verweist auf eine Art Jubiläum, es ist das 40. Brunnenfest, das die Oberurseler mit Tausenden Gästen feiern.

Berührungsängste darf man in den Hochzeiten am Abend nicht haben. Nicht im Epizentrum rund um den Marktplatz, nicht an den Hot-Spots, nicht mal vor der ehrwürdigen Altstadtkirche der Stadtpatronin St. Ursula, wo am Samstagabend bei flotter Musik der Bär steppt. Körperkontakt lässt sich da nur schwer vermeiden, dicht drängen sich die Menschen in den engen Gassen. So lieben die Menschen das Fest in der Stadt der Brunnen.

Der vierte und letzte Tag des Brunnenfestes beginnt heute um 11 Uhr mit traditionellem Frühschoppen in vielen Höfen.

Zum Abschluss krachen die Raketen rund um St. Ursula. Das Feuerwerk beginnt um 22.30 Uhr.

„B40“ macht da keine Ausnahme, lässt aber dennoch oder gerade deswegen genügend Raum für den alljährlichen Jahrmarkt der Eitelkeiten. Bietet eine Bühne für Ex-Brunnenköniginnen, die es nicht vermeiden können, sich bei der Eröffnung mit alter Schärpe neben neuen Königinnen zu zeigen. Der Frankfurter „Grüne Soßen Königin“ etwa, einer Kürbiskönigin oder einem Herrn König mit satter Rundkrone.

Jeder Quadratmeter Festmeile kann zur Bühne werden für das große Welttheater: Die Hauptbühne am Marktplatz wird am Samstagabend vor Sonnenuntergang für hoffnungsvolle Talente freigegeben. Für junge Menschen, die sich trauen, im Scheinwerferlicht der noch heißen Sonne vor großem Publikum aufzutreten. Motto: „Jeder kann was“. Was Feuerwehrleute können, zeigen ein paar Jungs am Sonntagmorgen, wenn dem Sport die Bühne bereitet wird. Ein Fünf-Kilometer-Lauf in voller Montur, das ist schon mal eine Nummer.

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