Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Ein Fahrradfahrer ist auf dem Hölderlinpfad bei Oberursel unterwegs. Bild: Michael Schick
+
Ein Fahrradfahrer ist auf dem Hölderlinpfad bei Oberursel unterwegs. Bild: Michael Schick

Oberursel

Oberursel versteht ADFC-Radtest als Arbeitsauftrag

  • Jochen Dietz
    VonJochen Dietz
    schließen

Eine Umfrage des ADFC stellt der Stadt Oberursel kein gutes Zeugnis aus - doch einiges soll nun verbessert werden

Falsch parkende Autos, nervig lange Ampelschaltungen, fehlender Winterdienst auf den Radwegen, die oft nicht mal breit genug sind, unübersichtliche Radverkehrsführung an Baustellen: In diesen Punkten haben 251 Oberurseler Radfahrerinnen und Radfahrer beim Fahrradklimatest des Lobbyverbands ADFC im vergangenen Herbst ihrer Stadt die schlechtesten Noten gegeben.

Oberursel liegt bundesweit auf Platz 69 von 415 Städten in der Größenordnung zwischen 20000 und 50000 Einwohner:innen, im hessischen Landesvergleich auf Platz 13 von 57. Im Durchschnitt haben die Menschen Oberursel die Note ausreichend (3,57) für die Fahrradfreundlichkeit gegeben.

Die Mehrzahl der Befragten habe aber ebenso festgestellt, dass in jüngster Zeit nach einem deutlichen Rückgang im Jahr 2018 nun wieder etwas mehr für den Fahrradverkehr getan werde. Und sie wünschten sich mutigere Schritte in Richtung Verkehrswende.

Susanne Bittner, Kampagnenbeauftragte im ADFC Hochtaunus: „Die Corona-Zeit hat viele Menschen neu auf das Rad gelockt – und wir wollen, dass sich auch die Neuaufsteiger auf dem Fahrrad wohl und sicher fühlen. Leider ist das in Oberursel nicht immer der Fall. Dabei ließe sich schon mit kleineren Maßnahmen die Situation deutlich verbessern, beispielsweise mit mehr Falschparkerkontrollen oder einer besseren Führung an Baustellen.“

Damit Oberursel einladend zum Radfahren werde, brauche es ein durchgängiges Netz an guten Radwegen, befindet der ADFC. „Das kurze Stück entlang der Nassauer Straße macht Appetit auf mehr und frustriert dann mit seinem plötzlichen Ende“, sagt Bittner.

Für den Ersten Stadtrat und bekennenden Radfahrer Christof Fink (Grüne) ist der Fahrradklimatest eine Bestätigung. „Wir wurden in einigen Punkten besser bewertet als vor zwei Jahren, und bei der Teilnehmerzahl liegen wir ganz vorne“, stellt er fest. Im Großen und Ganzen sei Oberursel „ordentlich“ bewertet worden.

Der Klimatest zeige aber auch, dass die Stadt in einigen Bereichen noch „intensiver arbeiten“ müsse. Die Induktionsschleifen der Ampeln etwa seien immer noch zu sehr auf den Autoverkehr ausgerichtet, räumt Fink ein. Dabei verweist er allerdings auch auf die subjektive Wahrnehmung. Will heißen: Egal ob Auto-, Radfahrer oder Fußgänger: Die Ampel ist eigentlich immer viel zu lange rot. Der Fahrradklimatest sei „ein Arbeitsauftrag“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare