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Rolls Royce beschäftigt in Oberursel 1100 Menschen.

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Oberursel: Stipendien von Rolls Royce

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Das britische Unternehmen und die Oberurseler Hochtaunusschule wollen künftig noch enger zusammenarbeiten. Profitieren sollen begabte Oberstufenschüler.

Der Kontakt zwischen der Hochtaunusschule und Rolls Royce ist seit jeher eng. Die 18 jungen Leute, die in dem Oberurseler Werk des britischen Unternehmens pro Jahrgang eine Ausbildung als Zerspanungs- oder Industriemechaniker beginnen, besuchen zum theoretischen Unterricht die berufliche Schule am Ort.

Künftig soll die Zusammenarbeit noch intensiver werden. Schulleiter Markus Büchele und die Personalchefin von Rolls Royce, Gabi Krappe, haben am Donnerstag einen strategischen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der auch die Fachoberschule und das Berufliche Gymnasium mit einbezieht. Demnach wird Rolls Royce, das in Oberursel Flugzeugtriebwerke herstellt, ab dem kommenden Jahr Stipendien für zunächst zwei, ab 2021 dann drei Schülerinnen und Schüler vergeben.

Damit verbunden ist ein Geldbetrag von 150 Euro pro Person und Monat. Ziel sei, dass die ausgewählten Schüler so auf einen Nebenjob verzichten könnten und sich ganz „auf den Erwerb ihrer Qualifikationen konzentrieren“, so Markus Büchele.

Außerdem kümmert sich ein Mitarbeiter von Rolls Royce als Mentor um die Stipendiaten. Dadurch bekämen die jungen Leute einen besseren Einblick in die Praxis, als das ansonsten während der Schulzeit möglich sei, betonte der Direktor. Zumal das Unternehmen sich mit Technologien der Zukunft befasse. So sei Rolls Royce nicht nur dabei, herkömmliche Triebwerke leiser und sparsamer zu machen, erklärte Gabi Krappe, man forsche auch mit Tochter- und Partnerunternehmen an hybrid-elektrischen Antrieben und synthetischen Treibstoffen auf Wasserstoff-Basis.

Stipendien für „besonders leistungsstarke Schüler“

Die Stipendien zielen auf „besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler“ der Jahrgangsstufen zwölf und 13. Dabei gehe es nicht nur um die Noten, erklärte die Personalleiterin von Rolls Royce. Genauso wichtig sei, dass die Bewerber sich sozial engagierten, etwa als Klassensprecher oder bei der Jugendfeuerwehr. Die ersten Stipendien sollen zum Schuljahr 2020/21 aufgelegt werden. Die Auswahl übernimmt die Schule. Die Bewerbungsphase beginne in den kommenden Tagen, kündigte Markus Büchele an.

Man sehe das Angebot durchaus als Rekrutierungsmaßnahme für künftige Mitarbeiter, räumte Gabi Krappe ein – auch wenn Rolls Royce derzeit keine Probleme habe, seine Ausbildungsplätze zu besetzen. „Die Firma hat Zukunft“, sagte sie selbstbewusst. Das gelte auch für die Zeit nach einem Brexit. Der sei zwar für den deutschen Zweig des britischen Unternehmens eine enorme logistische Herausforderung. „Aber wir sind darauf vorbereitet.“ In Deutschland beschäftigt Rolls Royce 4000 Mitarbeiter, davon 1100 in Oberursel. An der Hochtaunusschule werden 1400 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

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