Oberursel

Oberursel: „Es gibt kein Zurück in die alte Welt“

  • vonGabriele Calvo Henning
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Die städtische Wirtschaftsförderung zieht Bilanz der bisherigen Corona-Zeit und blickt nach vorne.

Es gibt ein „vor Corona“ und ein „seit Corona“. Dazwischen liegen nur wenige Wochen. Die aber sind seit Mitte März gekennzeichnet durch eine radikale Umstellung im privaten wie im öffentlichen Leben und mit immensen Auswirkungen auf den Beschäftigungs- und Wirtschaftssektor. Genau das war Thema bei einem Pressegespräch der städtischen Wirtschaftsförderung und des Citymanagements mit Vertretern von Stadtverwaltung, Handel, Gastronomie und Dienstleistung. Gemeinsam zogen sie eine Bilanz der vergangen Wochen und wagten einen Blick in die Zukunft.

Bislang, so scheint es, ist die durch Corona ausgelöste Krisensituation in der Brunnenstadt relativ gut gewuppt worden. Zwar gebe es einige kritische Fälle, so die Leiterin der Wirtschaftförderung, Ulrike Böhme, von einer durch die Krise ausgelösten Pleite sei ihr aber nichts bekannt.

Anfangs viele besorgte Anrufe

Dennoch: Gerade in der Anfangszeit habe es täglich extrem viele besorgte Anrufe geben, auch Tränen seien geflossen. Dem ist die Wirtschaftförderung neben intensiver persönlicher Beratung schnell mit einem ständig aktuell gehaltenen Service auf der Homepage begegnet, wo alle wichtigen Infos zusammengefasst und verlinkt sind.

„Wir wollen jetzt eine Beratungsplattform für Handel und Wirtschaft anbieten“ erklärt Böhme zur neuesten Entwicklung.

Alle Gesprächsteilnehmer gehen davon aus, dass durch die Corona-Krise die Digitalisierung einen enormen Schub bekommen hat, der auch die Zukunft verändern wird. „Ein Zurück in die alte Welt wird es nicht geben“, betonte Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD).

Folgen für stationären Einzelhandel

Ganz sicher aber wird der Digitalisierungsschub den stationären Einzelhandel nachhaltig verändern. Davon ist IHK-Präsident Ulrich Caspar überzeugt. „Das müssen wir sehr ernst nehmen. Viele Kunden, die zuvor Berührungsängste beim Internethandel hatten, sagen jetzt, bestellen im Internet ist ok.“

Das werde zulasten des stationären Handels gehen. prognostiziert Caspar. Dieser müsse sich mit eigenen zusätzlichen Onlineangeboten neu aufstellen, um in Zukunft bestehen zu können.

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