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Sieben Neubauten sind an der Erich-Ollenhauer-Straße entstanden.  

Oberursel

Mietshäuser in Oberursel sind fertig

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Die Alte Leipziger hat 107 Wohnungen in den Erich-Ollenhauer-Höfen in  Oberursel errichtet.

Noch sind die insgesamt 107 Wohnungen unbewohnt. Doch die ersten Mieter könnten am 15. April in den Erich-Ollenhauer-Höfen einziehen. An dem Termin halte man trotz Corona-Krise fest, teilte Andreas Bernhardt, Sprecher des Versicherungskonzerns Alte Leipziger/Hallesche, auf Anfrage mit. Da Umzugsunternehmen das Arbeiten bislang noch nicht verboten sei, stelle man es den Mietern frei, ob sie die Wohnungen an dem vereinbarten Datum beziehen wollen, sagt Bernhardt. Es sei denn, es ändere sich bis zur kommenden Woche noch etwas an der Verordnungslage.

Die Alte Leipziger hat die sieben Gebäude an der Erich-Ollenhauer-Straße, die sich um einen Innenhof gruppieren, in direkter Nähe zu ihrer Firmenzentrale errichten lassen und wird sie auch in ihrem Portfolio behalten. In Oberursel besitzt die Versicherung nun fast 400 Wohnungen.

Auf 25 Millionen Euro hatte das Unternehmen seine Investition zu Beginn der Bauarbeiten beziffert, die gut zwei Jahre gedauert haben. „Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden“, betont Bernhardt. Lediglich ein paar Restarbeiten sind noch zu erledigen.

Bislang ist rund die Hälfte der 107 Wohnungen vermietet. Die Preise bewegen sich bei 14 bis 16 Euro pro Quadratmeter. Zu jeder Wohneinheit gehört ein Kellerraum, die Domizile sind mit Balkonen oder Terrassen ausgestattet. Autos können die Bewohner in einer Tiefgarage abstellen. Die Wohnungen sind über Aufzüge stufenlos zu erreichen. Ein Quartierskraftwerk, das vom Versorger Süwag betrieben wird, soll den Kohlendioxidausstoß minimieren. Die Dächer werden begrünt.

Ziel ist ein Mietermix

Ziel ist ein Mietermix aus Familien, Paaren und Singles unterschiedlichen Alters. Für Kinder gibt es im Hof zwischen den Gebäuden Spielmöglichkeiten. Einziehen werden in die neuen Gebäude mit den Adressen Erich-Ollenhauer-Straße 37a bis 41c auch einige Mitarbeiter der Alten Leipziger. Die weitere Vermarktung des neuen Wohnquartiers ist durch das Kontaktverbot im Zuge der Corona-Krise allerdings ins Stocken geraten. So seien derzeit keine Besichtigungstermine möglich, bedauert Bernhardt. „Wir haben aber eine hohe telefonische Nachfrage.“

Geförderte Wohnungen gibt es in den Erich-Ollenhauer-Höfen nicht. In Verhandlungen mit der Alten Leipziger hatte die Stadt erreicht, dass sechs Wohnungen aus dem Bestand der Versicherung in Sozialwohnungen umgewandelt werden.

Während der Bauarbeiten hatten sich Anwohner über die zu erwartende zusätzliche Verkehrsbelastung, aber auch den Baustellenverkehr beschwert. Bei einem Informationsabend habe man Bewohnern des Quartiers Rede und Antwort gestanden, sagt der Unternehmenssprecher. Auch Vertreter der Stadt nahmen daran teil. Diese hatten sich auf ein Gutachten berufen, laut dem durch das neue Quartier in den anliegenden Straßen 560 Autofahrten pro Tag hinzukommen; für ein Wohngebiet sei das keine übermäßige Verkehrsbelastung.

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