Kultur

Literaturfestival künftig jedes Jahr

  • schließen

Freude in Oberursel: Das  Format hat 120 Besucher gewonnen.

Die ersten „Literaturtage“ von Oberursel werden kein Einzelfall bleiben. „Es geht im jährlichen Rhythmus weiter“, sagt Eva Sigrist vom Verein Litera-Touren. Gemeinsam mit Kollegin Gudrun Dittmeyer und den Kooperationspartnern Kultur- und Sportförderverein Oberursel (KSfO) sowie Kunstbühne Portstrasse wurde unlängst ein Format in die städtische Landschaft gehievt, das Autoren und ihre aktuellen Veröffentlichungen in den Fokus stellt.

Unter dem Motto „Was uns bewegt“ konnten fünf Lesungen an vier Tagen organisiert werden. Dass die 120 Besucher nicht alleine zum Zuhören gekommen waren, freut Eva Sigrist besonders. „Rege Gespräche gab es nach jeder Lesung.“ Ein Aspekt, der zur Zielsetzung des jungen Kulturprogrammes gehört. Aktualität der Themen ist desweiteren angestrebt – 2019 lieferte die Europawahl eine Steilvorlage. Auch 2020 soll eine thematische Klammer gesetzt werden.

Egal, ob die Wiederentdeckung der Gabriele Tergit mit dem ab den 1930er Jahren geschriebenen Roman „Effingers“ oder Manja Präkels Gegenwartsprosa „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ – stets sind Konfrontation und Stellungnahme gefordert. „Die hier gezeigte Vielfalt an literarischen Stimmen hat überzeugt.“ Einige der Gäste seien zu Stammgästen geworden, hätten jeden Termin absolviert.

Zum unverhofften Glücksfall wurde die Eröffnungsveranstaltung in einem Oberurseler Privathaus. Eine Atmosphäre der Nähe, des Austausches, die der Wiederauffrischung harrt.

Laut Sigrist sollen Hauslesungen mit 20 bis 30 Gästen unter dem Titel „Offene Leseräume“ etabliert werden. Wer Interesse als Gastgeber hat, kann sich mittels mail@literatouren-oberursel.de mit dem Verein in Verbindung setzen.

Der Gegensatz zu dem hochsubventionierten Poesie- und Literaturfestival der Nachbarkommune Bad Homburg ist offensichtlich und durchaus gewollt. Davon setzen sich die Oberurseler bewusst ab: „Hier stehen Autoren und Sprachwerke im Vordergrund – keinesfalls Schauspieler und Darbietungen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare