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Kreisel bringt nichts

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Fachleute im Rathaus verwerfen Rondell-Idee für Frankfurter Landstraße

Oberursel - Mit einem neuen Verkehrskonzept soll die Zeit der Staus in der Frankfurter Landstraße beendet werden. Kritisch ist vor allem die Kreuzung Frankfurter Landstraße/Zimmersmühlenweg/Bommersheimer Straße. Wegen den Bauvorhaben in diesem Bereich, wie etwa dem „Townus“-Komplex, ist noch mehr Verkehr zu erwarten. Deshalb gibt es ein neues Verkehrskonzept für die kritische Kreuzung. Die wesentlichen Punkte sind Einbahnstraßen-Regelungen im Zimmersmühlenweg und im Tabaksmühlenweg zwischen der Frankfurter Landstraße und der Gablonzer Straße, ein Radfahrstreifen entlang des Alten Friedhofs und mehr Ampeln. Die Stadt beauftragt jetzt ein Ingenieurbüro erstmal nur mit der elementaren Planung. Für mehr sei derzeit kein Geld da, heißt es sinngemäß in der Beschlussvorlage, die dem Bauausschuss vorgelegt wurde. Das Ingenieurbüro habe das günstigste Angebot gemacht.

Die politischen Gremien hatten zudem gewünscht, dass die Verwaltung prüfe, ob in der Frankfurter Landstraße oder der Gablonzer Straße neue Kreisverkehre gebaut werden sollten. Das ernüchternde Ergebnis liegt jetzt vor: Es hätte keinen Sinn. Auch wenn Verkehrskreisel grundsätzlich als verkehrssicher, verkehrsstark, geschwindigkeitsmindernd und kostengünstig im Unterhalt gelten. Verkehrskreisel seien in Bezug auf Verkehrsstärke, Fahrzeugaufkommen und Lage an diverse Mindestanforderungen gebunden, damit die Verkehrssicherheit gewährleistet bleibe, schreibt die Fachabteilung im Rathaus. Sie seien gemäß einem Merkblatt für die Anlage von Kreisverkehren der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen nur an mehrarmigen Knoten mit vier oder mehr Armen sinnvoll. Die Straßen müssten eine ähnliche Verkehrsbelastung haben. Die bestehenden Kreisverkehre im Gewerbegebiet an den Knoten Gablonzer Straße/Ludwig-Erhard-Straße und Oberurseler Straße/Ludwig-Erhard-Straße haben laut Fachamt einen Außendurchmesser von 30 Metern und erfüllen die Anforderungen.

Am Knoten Frankfurter Landstraße/Tabaksmühlenweg dagegen würde ein Kreisel mit 26 Meter Außendurchmesser mindestens acht Meter tief in die U-Bahn-Gleise hineinragen. Zudem müssten für das Bauwerk mindesten 32 Quadratmeter Privatfläche gekauft werden. Möglich wäre ein Kreisel an der Kreuzung Frankfurter Landstraße/Ludwig-Erhard-Straße. Immerhin sind dort weder Bahngleise noch Gebäude im Weg. Der Bau ist aber nach Einschätzung der Fachabteilung teuer und unnötig. Auch am Knoten Gablonzer Straße/Zimmersmühlwenweg lohne sich der Kreiselbau nicht. cg

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